Die Bewital-Unternehmensgruppe erweitert ihr Betriebsgelände an der Industriestraße um ein Logistikzentrum mit 37 Meter hohem Regallager. Ein benachbartes Unternehmen setzte sich dagegen juristisch zur Wehr, aber erfolglos. © Georg Beining
Hochregallager Bewital

Freude bei Bewital und Bürgermeister: Gericht gibt ihnen Recht

Ein Nachbarunternehmen hatte juristische Schritte gegen das Hochregallager von Bewital eingeleitet – der Antrag wurde abgewiesen. Die Firma Bewital und der Bürgermeister zeigen sich zufrieden.

Es ist ein für Oeding ungewöhnliches Bauprojekt: 37 Meter hoch ist das Hochregallager der Firma Bewital. Das Unternehmen plante lange an seiner Erweiterung, der Gemeinderat stellte einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan auf – seit dem Sommer wird gebaut an der Industriestraße. Im Juli stellte ein Nachbarunternehmen einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung beim Oberverwaltungsgericht (OVG), um den Bebauungsplan für ungültig erklären zu lassen. Ohne Erfolg.

Am Dienstag entschieden drei Richter des 10. Senats, dass die vom Antragsteller angeführten, befürchteten Beeinträchtigungen für sein Unternehmen und ein benachbartes, noch unbebautes Grundstück von ihm hinzunehmen seien. Weil das Bauprojekt in einem Industriegebiet entstehe und die dort geltenden Regelungen und Grenzwerte im Bebauungsplan berücksichtigt seien.

Froh über Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts

Das Urteil mit seiner achtseitigen Begründung ging am Dienstag auch im Rathaus ein. Für Bürgermeister Werner Stödtke waren das gute Nachrichten. „Das Urteil freut mich natürlich. Für die Firma, für den Rat und unsere Bauverwaltung“, sagte er am Mittwoch im Gespräch mit der Redaktion. Das Urteil der Richter in diesem Eilverfahren zeige, dass man zumindest „vieles richtig gemacht“ habe.

Werner Stödtke verhehlte nicht, dass Bauprojekte sich als immer schwieriger gestalteten. „Es wird kein Bebauungsplan ohne juristische Begleitung gemacht“, betonte er. Die Gemeindeverwaltung versuche im Vorfeld alles, und im Gemeinderat werde sorgfältig abgewogen bei Bauleitplanverfahren.

Sorgfältig gearbeitet bei der Aufstellung des Bebauungsplanes

„Die Gemeinde und der Rat haben sehr sorgfältig bei der Aufstellung des Bebauungsplanes gearbeitet. Das unanfechtbare Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Münster belegt dies deutlich und darüber freuen wir uns sehr“, äußerte sich Dr. Jürgen Wigger von der Bewital-Geschäftsführung zum Urteil.

Er betonte im Gespräch mit der Redaktion, dass es sich das Unternehmen und auch der Rat alles andere als leicht gemacht hätten bei der Planung. „Wir wussten, dass es ein sensibles Projekt ist“. Aber: Das Unternehmen habe die allseits gültige Botschaft, sorgsam mit der Fläche umzugehen, berücksichtigt, als die Entscheidung für das Hochregallager fiel.

„Wir können Bedenken auch verstehen“

„Wir können Bedenken auch verstehen, aber wir hatten keine andere Option“, machte Jürgen Wigger die Haltung seines Unternehmens deutlich. Er nehme dem Nachbarunternehmer auch nicht übel, „dass er das hat klären lassen“, und man strebe weiterhin eine gute nachbarschaftliche Beziehung an.

Nun aber sei man froh über das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster, die Geschäftsleitung und auch die Mitarbeiter, die viele lange Jahre an dem Projekt gearbeitet haben. „Rechtssicherheit ist für uns sehr wichtig.“

Der Rechtsanwalt des Antragstellers wollte sich auf Anfrage der Redaktion nicht zum Verfahren äußern.

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Anne Winter-Weckenbrock

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