Gemeinderat sieht Änderungen im Plan kritisch

Regionalplan Münsterland

Deutlicher Gegenwind wehte dem Entwurf des Regionalplans Münsterland in der vergangenen Sitzung des Südlohner Gemeinderates entgegen. Zu ungenaue Darstellung, nicht nachvollziehbare Einschnitte für die Gemeinde und zu große Nachteile für ansässige Landwirte, lautete das Urteil der Ratsmitglieder.

SÜDLOHN/OEDING

von Von Stephan Teine

, 14.04.2011, 18:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Neben den Flächenänderungen stimmte die Ratsmitglieder auch die Ausweitung mehrerer Schutzgebiete südlich von Oeding nachdenklich. „An der Baumwollstraße sollen ein Wasserschutzgebiet sowie ein Gebiet zum Schutz der Natur ausgeweitet werden“, hatte Bauamtsleiter Dirk Vahlmann erklärt. „Da müssen doch die ansässigen Landwirte informiert werden, bevor wir dazu abstimmen können“, war die einhellige Meinung im Rat. Einstimmig entschlossen sich die Ratsmitglieder nach längerer Diskussion dann zu folgendem Vorgehen: Der Regionalplan soll in Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung noch einmal verhandelt werden. Das Ergebnis geht dann direkt den Fraktionen zur weiteren Beratung zu. Außerdem forderten alle Fraktionen eine detailliertere Darstellung der Pläne. Im Zuge der Regionalplanung soll der Flächenverbrauch von Gemeinden genauer reglementiert werden. In Planungen ausgewiesene Flächen sollen genutzt werden, bevor neue Flächen verplant werden. Nur wenn konkreter Bedarf besteht, sollen neue Flächen ausgewiesen werden dürfen. Auch sollen Wohngebiete und Gewerbegebiete deutlicher voneinander getrennt werden.

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