„Goldcard“ des Heimatvereins sorgt für Mitgliederzulauf

mlzHeimatverein Südlohn

Es ist eine echte Erfolgsgeschichte: Seit die „Goldcard“ im Umlauf ist, hat der Heimatverein Südlohn enormen Zulauf. Der Einsatz der Mitglieds-/Vorteilskarte ist aber recht unterschiedlich.

Südlohn

, 22.12.2019, 14:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rückblende: Anfang dieses Jahres hatte Heimatvereinsvorsitzender Ernst Bennemann die pfiffige Idee, eine ganz neue Form der Mitgliedskarte herauszugeben. Der Clou: Die Karte ist nicht nur Mitgliedsausweis, sondern ist auch gleichzeitig die Lizenz, sich in ausgewählten Geschäften Rabatte zu sichern. Allerdings nur der Karten-Inhaber und nicht ganze Gruppen, betont Bennemann.

Über 100 neue Mitglieder

An die zum Ausgabe-Datum Mitte April rund 500 Vereinsmitglieder wurde die Karte verschickt. Heute sind es über 600. Für Ernst Bennemann der sichtbare Beweis dafür, dass die Karte genau ins Schwarze getroffen hat: „Das ist wirklich eine tolle Geschichte.“

30 Südlohner Geschäfte, aber auch Versicherungen und Gaststätten, hatte der Heimatverein für sein Projekt gewinnen können. Allerdings wird die Karte dort – je nach Branche – unterschiedlich häufig eingesetzt.

Unterschiedlicher Einsatz

Ernst Bennemann erklärt es: „Die Geschäfte mit Angeboten für den Alltagsbedarf profitieren sehr stark.“ Anders sehe es nach acht Monaten Erfahrung bei den Geschäften mit langlebigen Gütern aus. Bennemann: „Eine Trompete zum Beispiel kauft man eben auch nicht so häufig.“

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Dennoch kann sich der Heimatverein weiterhin auch deren Unterstützung sicher sein. „Sie machen mit, um den Gedanken, der dahinter steht, zu fördern“, sagt der Heimatvereinsvorsitzende. Den Gedanken nämlich, das Heimatgefühl und Südlohn als lebendigen Ort zu stärken.

Und der überzeugt ganz offensichtlich immer mehr Menschen. Und das, obwohl die Werbung ausschließlich über Mund-zu-Mund-Propaganda erfolgt.

Anerkennung vom Landrat

Mit seiner Karte und der Idee dahinter sah sich der Heimatverein motiviert, sich um den Heimatpreis des Kreises Borken „Lust auf Heimat“ zu bewerben. Zwar war man bei der Preisverleihung am 11. Dezember nicht unter den Preisträgern, erhielt aber von Landrat Dr. Kai Zwicker eine „Anerkennungsurkunde“. Eine Bestärkung für das Südlohner Heimatvereins-Projekt war das in jedem Fall.

Anfragen von anderen Heimatvereinen, die die Südlohner Idee kopieren wollen, hat Ernst Bennemann noch keine auf dem Tisch: „Die sind oft anders aufgestellt als wir, haben Heimathäuser und Sammlungen, die unterhalten werden müssen.“

Das größte Problem aber, so ein Projekt zu realisieren, benennt er auch: „Es muss einer in die Hand nehmen.“ Südlohn hatte Glück, dass das hier Ernst Bennemann war.

Gute Vorlage für andere Vereine

Der kann sich auch vorstellen, dass das Südlohner Beispiel auch in anderen Vereinen und Kommunen Schule machen könnte: „Das wäre dann Aufgabe eines Gewerbevereins.“ In Südlohn allerdings hat er sich aufgelöst.

Anfragen von weiteren Geschäften, die sich beteiligen, gibt es schon. Die müssten sich mit einer Teilnahme eigentlich bis 2021 gedulden. Bis zum Ablauf der ersten Südlohner Vorteilskarte.

Wie Ernst Bennemann verrät, gibt es aber Überlegungen, schon im Herbst 2020 eine neue Karte aufzulegen. Ab dann mit einjähriger Laufzeit.

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