Grüne Politiker ohne grünen Anstrich brüllen laut. Und jetzt?

mlzKommentar

In Südlohn und Oeding will sich eine neue Wählergruppe gründen und sich gegen Partei- und Klientelpolitik stemmen. Lesen Sie dazu den Kommentar

Südlohn

, 20.07.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die einen machen Parteipolitik, die anderen haben Fraktionszwang, die nächsten sind eher landwirtschaftlich geprägt und widmen sich einer Klientel. Damit hat die neue Gruppe, noch bevor sie gegründet wurde, erst einmal in alle Richtungen laut gebrüllt.

Das alles will die neue Gruppe nicht. Im Gegenteil: Sie will alle anhören und Politik einzig und allein für die beiden Ortsteile und die dort lebenden Menschen machen. Gut, ich denke, das würde jeder der Südlohner (und natürlich auch Oedinger) Politiker so blind unterschreiben.

Zu viel Arbeit für die grüne Fraktion

Die Grünen in Südlohn haben vor knapp acht Wochen mit Blick auf die nächste Kommunalwahl die Segel gestrichen, weil sie die Arbeit nicht mehr geschultert bekamen. Das ist in Ordnung. Ob das aber einzig und allein an der Parteifarbe lag, mag ich kaum glauben.

Jetzt geht die Gruppe also ohne den parteilichen Überbau ins Rennen. Stichtag ist zunächst der 11. Oktober. Sollten sich dann plötzlich neue politische Akteure finden, starten die Politiker ihr Projekt „Überparteiliche Wählergruppe“.

Messen muss man sie daran – sollten sie gegründet und gewählt werden – , ob sie tatsächlich das Ohr näher an den Bürger bekommen, als sie es den anderen Parteien zusprechen. Und ob am Ende mehr dabei herumkommt als lautes Brüllen. Sonst ist das doch nur dieselbe alte Fraktion mit einem leicht abgetönten oder aufgehellten grünen Schimmer. Stephan Teine

Lesen Sie jetzt
Münsterland Zeitung Hilfseinsatz für „Habitat for Humanity“

Oedinger Bauunternehmer Hubert Epping (58) war als „Hoffnungsbauer“ in Kenia