Grundschüler lernen, mit Konflikten umzugehen

Einander den Rücken stärken

Respekt und Zivilcourage - darum ging es am Mittwochmorgen bei den Schülern und Schülerinnen der zweiten Klassen der St.-Vitus-Grundschule.

SÜDLOHN

von von Lea Daume

, 25.03.2015, 16:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schulleiterin Friederike Voß (l.) und Vorsitzende des Fördervereins, Dorothee Schmittmann (M), nahmen gemeinsam mit der zweiten Klasse den Zuschuss der Sparkasse entgegen, überreicht von Anja Finke (2. v. l.). Rechts im Bild die Referenten Petra Wilde und Olaf Schawe.

Schulleiterin Friederike Voß (l.) und Vorsitzende des Fördervereins, Dorothee Schmittmann (M), nahmen gemeinsam mit der zweiten Klasse den Zuschuss der Sparkasse entgegen, überreicht von Anja Finke (2. v. l.). Rechts im Bild die Referenten Petra Wilde und Olaf Schawe.

Petra Wilde und Olaf Schawe waren als "Dojo-Team" zu Gast und sprachen mit den Kindern über Fragen und Probleme, die in diesem Alter immer wichtiger werden: "Was mache ich, wenn mich jemand ärgert?", "Wie verhalte ich mich, wenn ich mich in einer Situation unwohl fühle?" oder auch "Wie kann ich anderen helfen, die geärgert werden?".

Rollenspiele gemacht

In Gesprächen und Rollenspielen wurden brenzlige Situationen nachgestellt und anschließend Lösungswege überlegt. Die Zweitklässler waren mit Spaß bei der Sache. "Dieses Alter ist eigentlich perfekt für eine erfolgreiche Prävention, die Kinder haben viele tolle Ideen und machen sehr gut mit", erzählt Olaf Schawe.

Jungen und Mädchen für die Übung zu trennen, mache das Ganze noch etwas spannender, ergänzt Petra Wilde. "Die Kinder finden das cool. Aufgabe der Lehrer ist es dann, anschließend für einen Austausch zu sorgen, so wird alles noch einmal ins Gedächtnis gerufen und idealerweise auch auf dem Schulhof umgesetzt."

Dass das Thema Mobbing sehr aktuell ist, kann auch Schulleiterin Friederike Voß bestätigen: "Auch im Unterricht versuchen wir den Kindern zu vermitteln, einander den Rücken zu stärken und den Anderen in einer schwierigen Situation nicht allein zu lassen", erklärt sie.

Gewaltprävention

Das Dojo-Team setzt sich nicht nur an Grundschulen für Sicherheit in Konfliktsituationen ein. "Wir sind auch in Freizeitgruppen, Firmen oder Sportvereinen tätig und bieten dort Programme zum Konflikttraining und Selbstschutz an", erklärt Olaf Schawe. "Das geht von der reinen Gewaltprävention bis zur tatsächlichen Selbstverteidigung und Deeskalation". Das Alter der Teilnehmer variiert, auch Erwachsene sind willkommen.

Die Kosten für das Projekt übernahm komplett der Förderverein der St.-Vitus-Schule, der wiederum eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 500 Euro von der Sparkasse Westmünsterland erhielt. Diese nahm Vorsitzende Dorothee Schmittmann zusammen mit den Zweitklässlern von Anja Finke entgegen.

 

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