Handwerker in Südlohn arbeiten weiter – Vorsichtsmaßnahmen werden verschärft

mlzHandwerker in Südlohn in Zeiten von Corona

Trotz der Corona-Krise helfen die Handwerker in der Not. Elektro Gehling und der Malerbetrieb Heinrich Wenning schildern uns ihren Umgang mit der Krise.

von Marie Epping

Südlohn

, 30.03.2020, 17:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Montag herrscht eine allgemeine Kontaktsperre. Das gilt bis jetzt noch nicht für Handwerker. Sie müssen und wollen aber trotzdem weiterarbeiten. Deshalb treffen die Südlohner Handwerker verschiedene Vorsichtsmaßnahmen. Ein infizierter Mitarbeiter könnte nämlich bedeuten, dass der ganze Betrieb geschlossen werden muss.

Simone Gehling von Elektro Gehling aus Südlohn erzählt der Redaktion, wie die Firma und die Mitarbeiter mit der neuen herausfordernden Situation umgehen. „Wir arbeiten vorrangig in Rohbauten“, teilt sie mit. Da könne man sich gut aus dem Weg gehen. „Außerdem wird darauf geachtet, dass keine Handwerker aus anderen Firmen gleichzeitig auf der Baustelle sind. Die Sicherheit geht vor“, so Simone Gehling. Insgesamt sei es natürlich auch etwas ruhiger geworden. „Wir sind schon durch die Situation eingeschränkt“, sagt sie weiter.

„Not macht erfinderisch“

Um die Mitarbeiter während der Arbeit bestmöglich zu schützen, hat Elektro Gehling einen einfallsreichen Plan konzipiert. „In jedem Auto steht ein Wasserkanister, damit man sich jederzeit die Hände waschen kann“, berichtet Simone Gehling der Redaktion. „Wir haben auch selber Desinfektionsmittel hergestellt, weil wir keines mehr bekommen haben. Not macht erfinderisch,“ sagt sie. Gleichzeitig würden natürlich auch die gängigen Regeln eingehalten werden - Abstand halten und niemandem die Hand geben.

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Ähnliches gilt für den Malerbetrieb von Heinrich Wenning aus Südlohn. „Wir halten immer Abstand“, sagt er im Gespräch mit der Redaktion. Manchmal seien auch mehr als zwei Personen auf der Baustelle, was noch erlaubt sei. Besonders deshalb sei es notwendig sich an die Regeln zu halten. „Der Schutz für uns alle ist wichtig“, sagt Heinrich Wenning.

Maleraufträge werden weniger

Auch wenn die Malerarbeiten bei Heinrich Wenning weiterlaufen, sind die Aufträge weniger geworden. „Teilweise werden geplante Arbeiten verschoben oder Aufträge, die wir erwartet hatten, kommen nicht“, teilt er mit. „Ganz klar gibt es auch momentan viele wichtigere Dinge“, sagt Heinrich Wenning weiter zur aktuellen Situation.

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Da würden Malerarbeiten natürlich manchmal hintenanstehen. „Wenn der Strom ausfällt, dann muss das sofort behoben werden,“ so Heinrich Wenning. Insgesamt ist die Situation für die Handwerker, wie für viele andere auch, nicht einfach. Eines ist jedoch sicher: Homeoffice ist in diesem Bereich unmöglich.

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