Der Inzidenzwert im Kreis Borken liegt wieder unter 50. Bleibt das bis Freitag, 28. Mai, so, stehen weitere Lockerungen in Aussicht. Dann könnte ein Kaffee oder Bier nicht nur draußen genossen werden (im Bild Sandra und Ralf Büscher in der Ahauser Innenstadt), sondern auch im Innenbereich der Gaststätten. © Victoria Garwer
Inzidenz

Inzidenzwert unter 50 im Kreis Borken – was bedeutet das jetzt?

Wenn das kein Grund zur Freude ist: Der Kreis Borken liegt am Donnerstag, 20. Mai, erstmals seit Langem wieder unter einer Inzidenz von 50. Aber was heißt das jetzt?

Erstmals seit Beginn der dritten Corona-Welle ist die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Anzahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner, im Kreis Borken wieder auf einen Wert von unter 50 gesunken. Zuletzt war das im Februar der Fall: Was bedeutet das konkret? Einen Überblick gibt es in Fragen und Antworten.

Zunächst einmal, wie hoch ist die Inzidenz genau?

Bei 46,9 liegt die Inzidenz laut Kreis Borken am Donnerstag, 20. Mai. Das Landeszentrum für Gesundheit hat für den Kreis Borken für den Stichtag einen Wert von 47,1 ermittelt. Am 12. Februar lag der Wert zuletzt unter 50, bei 49,6 – dann kletterte die Zahl für lange Zeit nach oben.

Wie war die Inzidenzentwicklung im Kreis Borken?

Den Höchststand im zurückliegenden Frühjahr erreichte der Kreis Borken am 30. März mit einem Inzidenzwert von 169,1. Nach einer kurzen Erholung – am 8. April lag der Wert bei 95,3 – kletterte er wieder, am 22. April lag er bei 150. Seit dem 7. Mai aber liegt die Inzidenz konstant unter 100, am 7. Mai wurde mit dem Wert von 96,4 die 100er-Marke erstmals wieder unterschritten. Seitdem sinkt der Wert Tag für Tag. Das hatte zur Folge, dass zurzeit gelockerte Corona-Regeln gelten: Hier lesen Sie, was aktuell gilt:

Welche Konsequenzen hat die Unterschreitung nun?

Zunächst noch keine. Die Corona-Schutzverordnung des Landes NRW vom 15. Mai legt fest, dass die 50er-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unterschritten werden muss. Dann würden die entsprechenden Regelungen am übernächsten Tag in Kraft treten. Weil jetzt die Pfingstfeiertage anstehen, müssen zwei Feiertage in diese Rechnung einbezogen werden, auch der Pfingstmontag. Frühestens also könnten im Kreis Borken, wenn der Inzidenzwert konstant unter 50 bleibt, am Freitag, 28. Mai, Lockerungen greifen. Aktuell gelten also weiterhin und bis dahin die Regeln für Kreise mit einer Inzidenz unter 100.

Welche Lockerungen würde es dann geben?

Das wären wirklich viele Lockerungen. Das Land NRW informiert auf seiner Internetseite ausführlich darüber (www.land.nrw/de/wichtige-fragen-und-antworten-zum-corona-virus). Zum Einkaufen wäre dann zum Beispiel kein negativer Corona-Test mehr nötig. Aber die Kundenbegrenzung von einer Person auf zehn Quadratmetern bleibt bestehen, ebenso die Maskenpflicht.

Restaurants und Kneipen könnten unter Auflagen dann auch ihre Innenbereiche wieder öffnen. Aktuell ist nur die Öffnung der Außenbereiche zulässig. Sogar Feiern wie Hochzeiten wären wieder erlaubt. Unter freiem Himmel mit bis zu 100 Personen, in Innenräumen mit bis zu 50 Personen. Wobei Geimpfte und Genesene nicht mitgezählt werden. Aber: Aktuelle negative Tests müssen alle Gäste vorweisen, ebenso die Mitarbeiter. Mindestabstände sind vorgegeben.

Dürfen Gaststätten öffnen, dürfen Feste gefeiert werden?

Treffen mit höchstens 10 Personen (plus Kinder bis 14 Jahren sowie Geimpfte und Genesene) aus bis zu 3 Haushalten sind möglich. Geimpfte oder Genesene können auch aus weiteren Haushalten dazukommen. Sind alle zusammenkommenden Personen nach den dafür geltenden Vorschriften als geimpft oder genesen anzusehen, so besteht für diese Zusammenkunft keine Begrenzung der Personenzahl oder Haushalte.

Welche Kontaktbeschränkungen würden dann gelten?

Da ist das Land NRW bislang konsequent: Große Festveranstaltungen wie etwas Volksfeste, Stadt-, Dorf- und Straßenfeste, Schützenfeste und Weinfeste sind mindestens bis zum 30. Juni 2021 untersagt.

Was wäre mit Stadtfesten oder Schützenfesten?


Ja. Die Stadt Münster liegt am 20. Mai bei einem Wert von 17,1, der Nachbarkreis Coesfeld bei 22,7 und der Kreis Warendorf derzeit bei 45,7.

Gibt es in der Nähe weitere Kreise mit einer Inzidenz unter 50?

Über die Autorin
Redaktion Ahaus
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Anne Winter-Weckenbrock

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