Ortstermin an der Grundschule in Oeding zur Lieferung der mobilen Luftreiniger am Dienstagmorgen (v.l.): Kristina Zinn (Fachbereich Zentrale Dienste), Barbara Altena (kommissarische Schulleiterin), Andreas Effing (Kemper), Bürgermeister Werner Stödtke und Markus Lask (Leiter Fachbereich Zentrale Dienste). © Michael Schley
Coronaschutzmaßnahme

Jetzt ging alles ganz schnell: 19 mobile Luftreiniger stehen in Schulen bereit

Nicht einmal einen Monat hat es seit der maßgeblichen Ratssitzung gedauert, bis die mobilen Luftreinigungsgeräte ausgeliefert wurden. Insgesamt 19 Geräte stehen in den beiden Grundschulen bereit.

Für kurze Zeit musste am Dienstagmorgen der Unterricht an der von-Galen-Schule in Oeding in der ersten Stunde „unterbrochen“ werden, ein Lkw hatte die Schülerinnen und Schüler an die Fenster und deren neugierige Blicke gen Schulhof gezogen: An Bord des Lastwagens waren 14 mobile Luftreinigungsgeräte, schon zuvor hatte der Transporteur fünf Geräte an die St.-Vitus-Schule in Südlohn geliefert.

Damit ging nun alles ganz schnell, erst in seiner Sitzung Ende August hatte der Südlohner Rat die Weichen gestellt, die Luftreiniger für die beiden Grundschulen anzuschaffen.

Eine gewisse Zufriedenheit war Bürgermeister Werner Stödtke, Markus Lask, Leiter des Fachbereichs Zentrale Dienste, und Kristina Zinn (Schulverwaltung) am Dienstagmorgen anzusehen. „Wir wollten ein Signal senden – und dass es nun vor dem nahenden Herbst so schnell geklappt hat, das ist natürlich klasse“, betonte Markus Lask. Eine echte Teamarbeit von Verwaltung, Politik, Hersteller und natürlich Schule. „Wir haben die Schulen mitgenommen, zum Beispiel gemeinsam die Testgeräte geprüft“, erklärte Werner Stödtke.

Umsetzung erfolgte in weniger als 30 Tagen

Der straffe Fahrplan: Am 25. August erteilte der Rat der Verwaltung den Arbeitsauftrag, den Markt zu sondieren. Kostenrahmen: maximal 60.000 Euro. Zuvor hatte es eine Vorabstimmung zwischen den Fraktionsspitzen gegeben. Schon zwei Tage nach der Ratssitzung wurde das erste Testgerät geliefert, am 2. September das zweite. „So war gar ein Quervergleich möglich“, so Kristina Zinn. Am 3. September wurde ein weiteres Gerät bei einem Hersteller getestet.

„Maßgeblich war letztlich auch die Lautstärke der Geräte“, berichtete Stödtke. Und nicht nur bei diesem Kriterium sei ein Modell des Herstellers Kemper aus Vreden, auf das bereits die Stadt Stadtlohn setze, „mit Abstand das beste“ gewesen, ergänzte Lask. Am 15. September folgten Dringlichkeitsentscheidung und Auftragsvergabe, nur knapp eine Woche später konnte Kemper die Geräte nun bereits ausliefern. Die Anschaffung beläuft sich letztlich auf rund 50.000 Euro.

Andreas Effing (Kemper, r.) erklärte Markus Lask (l.) und Bürgermeister Werner Stödtke die Funktionsweise des mobilen Luftreinigungsgeräts.
Andreas Effing (Kemper, r.) erklärte Markus Lask (l.) und Bürgermeister Werner Stödtke die Funktionsweise des mobilen Luftreinigungsgeräts. © Michael Schley © Michael Schley

Dass man nun auf einen lokalen Anbieter zurückgreife, mache die Sache noch einmal rund, betonte Werner Stödtke. Vor Ort am Dienstagmorgen waren seitens des Unternehmens Kemper Andreas Effing (Vertriebsleitung Deutschland, Österreich, Schweiz) und Björn Bockhorn (Innendienstleitung Deutschland, Österreich, Schweiz), letzterer mit federführend bei diesem Typ AirCo2ntrol. Vieles könne „auf kurzem Weg geregelt“ werden, erklärte Bockhorn – ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Lieferung kommt passend vor dem nahenden Herbst

Verteilt werden die Geräte, jedes für sich 148 Kilogramm schwer, nun auf die Räume der Grundschulen, die nicht mit einer automatisierten Lüftungsanlage ausgestattet sind. „Wie zu Weihnachten“ fühlte sich Barbara Altena, die kommissarische Schulleiterin nutzte die kurze Pause, um sich persönlich einen Eindruck von den neuen Errungenschaften zu verschaffen: „Dass es so schnell ging, ist natürlich toll. Der Herbst kommt.“

Dass es langsam kälter wird, daran erinnerte auch ein Blick in die Klassenzimmer, in denen die Schülerinnen und Schüler nicht zuletzt aufgrund der Durchlüftungsintervalle durchaus dicker eingepackt den Unterricht verfolgen.

Insgesamt 14 Geräte stehen in Oeding zur Installation bereit, fünf Modelle wurde an die Grundschule in Südlohn geliefert.
Insgesamt 14 Geräte stehen in Oeding zur Installation bereit, fünf Modelle wurde an die Grundschule in Südlohn geliefert. © Michael Schley © Michael Schley

Markus Lask betonte, dass man sich bewusst für die leistungsstärksten Geräte als sinnvolle Ergänzung der Hygienekonzepte entschieden habe. „Diese sind mit einem Bewegungsmelder ausgestattet, ebenso laufen sie bis zu 30 Minuten nach“, nannte Lask zwei wichtige Funktionen.

Luftreiniger sollen später in Container mit „umziehen“

Bewusst habe man sich auch für ein mobiles Modell entschieden, ergänzt Werner Stödtke. Ein Blick über den Schulhof zeigt, warum. Zwei Container für die OGS/VHTS weisen auch auf die Übergangslösung während der künftigen Bauphase hin, auch in diesen sollen die Luftreiniger später die Raumluft von der Vírenlast befreien.

Bürgermeister Werner Stödtke erinnerte noch einmal an einen insgesamt nicht einfachen Entscheidungsprozess – nicht zuletzt aufgrund der diffusen Informationslage bei der Thematik Luftreiniger in Schulen. „Was macht man als Schulträger?“ Diese Frage sei berechtigt, eine gewisse Verunsicherung spürbar gewesen. Vielfach wurde durchaus kontrovers diskutiert.

Ein Modell wurde noch auf dem Schulhof ausgepackt (v.l.): Bürgermeister Werner Stödtke, Andreas Effing (Kemper) und Kristina Zinn (Schulverwaltung).
Ein Modell wurde noch auf dem Schulhof ausgepackt (v.l.): Bürgermeister Werner Stödtke, Andreas Effing (Kemper) und Kristina Zinn (Schulverwaltung). © Michael Schley © Michael Schley

Letztlich sei es enorm wichtig gewesen, dass die Politik diese Entscheidung mitgetragen habe. Eine Entscheidung, die die jüngsten Mitbürger schütze.

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