Joachim Musholt erzählt acht alltägliche Geschichten

Buch veröffentlicht

Eigentlich hat er gar keine Zeit zu schreiben und ursprünglich wollte er seine Geschichten auch gar nicht veröffentlichen. Trotzdem hat Dr. Jürgen Musholt jetzt acht Geschichten zu einem Buch zusammengefasst.

SÜDLOHN

von Von Stephan Teine

, 20.04.2011, 19:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dr. Joachim Musholt hat alltägliche Geschichten aufgeschrieben und schließlich veröffentlicht.

Dr. Joachim Musholt hat alltägliche Geschichten aufgeschrieben und schließlich veröffentlicht.

Die Episoden hat er zwar selbst erlebt, trotzdem soll das Buch keine Geschichte über Jürgen Musholt sein. „Jeder hätte das erleben können“, sagt der Autor. Deswegen schreibt er bewusst mit einiger Distanz, spricht von einem „er“ als Hauptperson oder einem kleinen Dorf im Münsterland, statt Namen und Orte zu nennen. Dabei spielen die Geschichten auch außerhalb der Grenzen der Doppelgemeinde. Bis nach Russland und Israel wird der Leser geführt. „Heute kann man in Südlohn freier leben als noch vor 30 oder 40 Jahren“, sagt Musholt. Früher habe er unter der sozialen Enge teilweise gelitten. Das sei heute nicht mehr so schlimm. „Wir haben heute schon so viel, sind aber trotzdem nicht zufrieden“, sagt er. Besonders bei einer Reise nach Russland sei ihm das bewusst geworden. „Die Menschen dort leben in viel ärmlicheren Verhältnissen als wir, sind aber glücklich“, sagt er. Diese positivere Einstellung wünscht sich Musholt auch für seine Heimat.

Jeder Leser solle für sich selbst zum Nachdenken kommen. „Ich kann bei den Menschen nichts erreichen, wenn ich ihnen ihr Denken vorschreibe“, so Musholt. Wenn er nach den ersten Resonanzen geht, scheint dieser Plan aufzugehen. „Ich habe bisher überwiegend positive Stimmen gehört“, freut sich der Autor. Davon ermutigt, hat er mit den Planungen für ein zweites Buch begonnen. „Ich kann aber noch nicht sagen, wann das erscheinen wird. Für das aktuelle Buch habe ich vier Jahre gebraucht“, sagt er.  

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