KAB Oeding ist wütend über wilde Müllablagerung an den Sammelcontainern

mlzKleiderspenden

Wegen der Coronakrise kann die KAB Oeding keine Kleiderspenden annehmen. Die Container sind verschlossen. Das hindert aber viele nicht daran, alte Sachen einfach vor die Container zu werfen.

Südlohn

, 11.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kleidercontainer der KAB Oeding sind fest verschlossen. Wegen der Coronakrise können die Container wie berichtet aktuell nicht geleert werden. Das hält aber offenbar einige Leute nicht davon ab, ihre alten Kleider oder zum Teil auch Abfall an den Kleidercontainern abzuladen.

Erika Matschke von der KAB Oeding ist richtig wütend darüber: „Der Platz um die Container sieht fast immer verboten aus.“ Dabei hatten die Mitglieder der KAB die Container extra deutlich markiert. Große Hinweisschilder sollten klar machen, dass die Spenden momentan weder angenommen noch abgeholt werden können. Doch das Hinweisschild wurde mit Absicht entfernt.

„Wichtig war nur, dass man das Zeug los war“

Bilder zeigen das Ausmaß der Verschmutzung: Alte Pappe, lose Kleider, sogar ein ausrangierter Kinderwagen wurde vor dem Container abgestellt. „So konnte der eine oder andere, ohne groß über die Folgen nachzudenken, seine Altkleider entsorgen. Wichtig war nur, dass man das Zeug los war“, macht Erika Matschke deutlich.

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Sie ärgert sich auch über die angrenzenden Glascontainer. Oder genauer gesagt, um diejenigen, die dort ihr Glas einfach acht wegwerfen. „Die Entsorgung von Altglas scheint für manche Menschen wirkliche eine Wissenschaft zu sein“, schimpft die Oedingerin. Dass mal etwas daneben fallen könne, sei das eine. Dass aber so viele Glasscherben verstreut um den Container liegen, gehe nun wirklich zu weit.

Aufräumaktionen haben nicht lange vorgehalten

Ehrenamtliche Helfer der KAB räumten in den vergangenen Tagen rund um die Container auf. Auch neue Hinweisschilder haben sie angebracht. Die nächste reguläre Leerung der Container ist erst für den kommenden Winter geplant.

Am 21. November sollen die Kleiderspenden abgeholt werden. Auch an den bekannten Abgabestelle bei der Bäckerei Späker oder Parkplatz Bruno Kleine können dann verpackte Kleidung abgegeben werden. „Wir können sie im Moment wegen der Coronakrise nirgendwo hinbringen. Die Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten, können im Moment auch nichts tun“, sagt sie.

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Die Ordnung hielt aber nur für wenige Stunden. Schon am nächsten Morgen lagen erneut Säcke mit alter Kleidung vor dem Container. Da hatte dann aber wohl ein anderer Passant ein Einsehen und hat die Säcke im Laufe des Vormittags wieder mitgenommen. Erika Matschke ist regelrecht sprachlos, als sie davon am Telefon erzählt.

Eindringliche Bitte: „Haltet den Platz sauber!“

Sie wendet sich mit einer eindringlichen Bitte an die Oedinger: „Haltet den Platz sauber!“

Auch weist sie wieder einmal darauf hin, dass grundsätzlich nur verpackte Altkleidung und gebündelte Schuhe verwertet werden können. „In der Regel werden die Spenden auch so abgeliefert“, sagt sie. Das bedeutet aber auch, dass es noch oft genug nicht so ist. „Alles andere muss entsorgt werden, was mit erheblichem Aufwand verbunden ist“, sagt sie.

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