KAB will in Oeding Maibaum aufstellen, doch Plan für Kirmesplatz verzögert das Projekt

mlzEntwicklung im Ortskern

Die KAB Oeding will im Ort einen Maibaum aufstellen. Der liegt schon fast fertig bereit. Nur der gewünschte Standort macht noch Probleme: Denn auf dem Kirmesplatz soll sich viel verändern.

Südlohn

, 14.08.2019, 16:34 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Abstimmung bei der Maimeile in Oeding war eindeutig: Praktisch einstimmig haben sich die Passanten dafür entschieden, dass in Oeding ein Maibaum aufgestellt werden soll.

Wasser auf die Mühlen der KAB Oeding. Die hat das Projekt seit längerem im Blick: „Wir wollen etwas für den Ortskern tun“, sagt Erika Matschke. Einen neuen Treffpunkt schaffen, vielleicht ein eigenes Fest, etwas für das Gemeinschaftsgefühl im Ort.

Erster Maibaum-Versuch vor dem Bürgerhaus

Der Maibaum in diesem Frühjahr war dabei nur ein erster zarter Stoß in die richtige Richtung und eher ein Zufallsfund. „Weil die Kirche ja saniert wird, mussten wir den Dachboden aufräumen“, erzählt Johannes Ostendorf. Und dabei sei ein alter Kranz des Spielmannszugs wieder aufgetaucht. Ein alter Mast lag noch am Sportplatz. Die Anfrage von Somit (Südlohn-Oeding Marketing, Information und Touristik) kam passend und auch ein Standort war vor dem Bürgerhaus schnell gefunden.

„Das war aber alles nur ein Provisorium“, erklärt Erika Matschke. Der Mast war lange nicht stabil genug. „Bei jedem heftigen Windstoß hatte ich große Sorgen, dass er umkippt“, sagt sie im Rückblick.

Maibaum wartet auf seine Montage

Trotzdem wurde so die Idee für einen großen, einen stabilen Maibaum geboren. Und der liegt inzwischen bereit zur Montage am Haus von Ludger Meis. Ein ehemaliger Mast einer Überlandleitung. Knapp zehn Meter lang und ungefähr 30 Zentimeter stark. Gut, er müsste noch geschliffen und lackiert werden. Und auch die Plaketten von Vereinen oder Institutionen fehlen noch. Das wäre aber schnell gemacht.

Spender und Helfer werden gesucht

  • Wer an dem Projekt Maibaum mitarbeiten möchte, kann sich direkt bei Erika Matschke, Tel. (02862) 6469 melden. Auch Vereine und Institutionen, die sich mit einer eigenen Plakette an dem Baum beteiligen wollen, sollen sich bei ihr melden.
  • Spenden für das Maibaum-Projekt sind über die Bürgerstiftung Südlohn-Oeding möglich.

Schlimmer für die KAB ist, dass es noch kein grünes Licht für einen Standort gibt. „Der Maibaum gehört auf einen großen Platz, damit er schon von Weitem zu sehen ist“, sagt Johannes Ostendorf. Am Liebsten wäre den KABlern, dass der Maibaum zukünftig auf dem Kirmesplatz in Oeding steht. Mitten im Ort.

ISEK schiebt den Plänen der KAB einen Riegel vor

Doch keine gute Idee ohne ein großes Aber: Der Festplatz im Oedinger Ortskern ist Teil des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK). Der gesamte Platz soll in mehr oder weniger naher Zukunft umgestaltet werden. „Der Maibaum muss in die gesamte Planung passen“, erklärt dazu Bürgermeister Christian Vedder. Vertraglich habe sich die Gemeinde an einen Investor gebunden. Und in dessen Plänen war ein Maibaum bisher nicht vorgesehen.

KAB will in Oeding Maibaum aufstellen, doch Plan für Kirmesplatz verzögert das Projekt

Bei der Maimeile hatte die KAB Oeding gefragt, ob das Projekt „Maibaum“ weiter verfolgt werden soll. Die Antwort der Oedinger war eindeutig. Die eine Nein-Stimme kommt übrigens von Erika Matschke persönlich. „Ich wollte zeigen, dass man auch mit ‚Nein‘ stimmen darf“, sagt sie lachend. © KAB Oeding

Christian Vedder ist jedoch eins sehr wichtig: „Ich möchte auf keinen Fall den Enthusiasmus der KAB in Oeding ausbremsen.“ Er stehe voll hinter der Idee. Auch sei der Kirmesplatz sicherlich der richtige Ort für einen Maibaum. Dennoch müssen zunächst noch Gespräche geführt werden.

Maibaum braucht ein sicheres Fundament

„So ein Maibaum hat ja ein ziemliches Gewicht. Deswegen braucht der auch ein ordentliches Fundament. Und bevor wir das für teures Geld zweimal bauen müssen, führen wir lieber erst die richtigen Gespräche“, sagt er. Auch den Rat wolle er bei dieser Frage noch einschalten. „Da mache ich mir aber eigentlich keine Sorgen, sondern rechne mit breiter Zustimmung.“

Er hofft, dass eine Lösung der Standortfrage noch in diesem Jahr erreicht wird. „Versprechen möchte ich aber nichts“, sagt er. Mit dieser Zeitachse könnte die KAB leben.

Sie wollen ihren Maibaum nämlich lieber gestern als heute aufstellen. „Im nächsten Jahr soll der Maibaum eigentlich spätestens stehen“, sagt Ludger Meis. Ihm selbst ist auch das eigentlich schon viel zu spät. Er hat sich andere Maibäume in der Umgebung angesehen und auch schon Pläne für die Aufstellung, das Fundament und die Plaketten entwickelt.

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