Kämmerer: "Liegen gut im Rennen"

Finanzzwischenbericht

SÜDLOHN "Toi, toi, toi für 2009. Wir liegen zurzeit gut im Rennen mit unseren Zahlen", sagte Kämmerer Martin Wilmers, als er den Finanzzwischenbericht im Rat vorstellte.

von Von Katrin Herbers

, 02.07.2009, 18:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kämmerer: "Liegen gut   im Rennen"

Bislang sei die Gemeinde besser aufgestellt als im Haushaltsplan prognostiziert. Im Gegensatz zu Nachbarkommunen, bei denen massive Gewerbesteuereinbrüche zu verzeichnen sind, sei Südlohn bislang verschont geblieben. Dass "die dunklen Wolken" auch nicht an der Grenzgemeinde vorbeiziehen, habe die vom Finanzministerium NRW regionalisierte Mai-Steuerschätzung, die für die kommenden Jahre düstere Aussichten parat habe, gezeigt.

Plus bei Gewerbesteuer

Bei der Umsatzsteuer seien zwar nur marginale Veränderungen zu erwarten. Doch bei der Einkommenssteuer soll der Gemeindeanteil allein 2010 um knapp 500 000 Euro sinken. Um 15 Prozent soll die Gewerbesteuer bundesweit sinken. "Für Südlohn liegt der Fall eher umgekehrt: Wir haben zurzeit eine höhere Sollstelle als die im Haushalt angegebene Summe von 2,4 Mio. Euro." Gemäß der derzeitigen Finanzrechnung belaufe sich das Saldo aus laufender Verwaltungstätigkeit mit rund 246 000 Euro wesentlich positiver als bei der Haushaltsplanung mit 50 000 Euro angenommen. Auch im Investitionsbereich sei der Saldo noch positiv, was nicht zuletzt auf die 300 000 Euro Mittel aus dem Konjunkturpaket II zurückzuführen sei. Die Ausgleichsrücklage sei mit über drei Mio. Euro noch gut gefüllt. Die liquiden Mittel lägen bei rund 277 000 Euro statt dem angesetzten Minus von rund 527 000 Euro. Anderen Kommunen hingegen drohe das Haushaltssicherungskonzept.

Doch die finanzielle Situation könne sich schnell ändern - zumindest, was die Gewerbesteuern angehe: "Gerade in diesem Bereich handelt es sich nur um eine Momentaufnahme. Wie sich die Situation tatsächlich am Ende des Jahres darstellt, ist reine Spekulation", bremste Wilmers überhöhte Erwartungen.

Für die kommenden Jahre sieht er "eine schwierige Haushaltssituation vorprogrammiert". Denn es sei nicht davon auszugehen, dass die negativen Veränderungen durch erhöhte Schlüsselzuweisungen kompensiert würden.

Lesen Sie jetzt