Kandidaten sind sich über Zukunft der alten Hauptschule nicht einig

mlzVerkaufen oder nicht

Was passiert mit der Hans-Christian-Andersen-Schule? Die drei Bürgermeisterkandidaten für Südlohn und Oeding haben da ganz unterschiedliche Ansichten. Wird das Gebäude verkauft oder nicht?

Südlohn

, 01.09.2020, 17:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

In vielen Dingen waren sich die drei Bürgermeisterkandidaten für Südlohn und Oeding bei der Podiumsdiskussion der Münsterland Zeitung einig. Bei anderen Themen lagen ihre Standpunkte zumindest nicht grundsätzlich auseinander. Bei der Zukunft des Schulgebäudes der Hans-Christian-Andersen-Schule war das anders.

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Südlohner Bürgermeisterkandidaten zur Zukunft der ehemaligen Roncalli-Hauptschule

Während Werner Stödtke das Gebäude verkaufen will und sich Maik van de Sand den Verkauf zumindest unter gewissen Voraussetzungen vorstellen könnte, steht Frank Engbers dazu, das Gebäude auf jeden Fall erst einmal im Gemeindebesitz zu belassen.

Gemeinde bekommt keine eigene Schulnutzung mehr hin

Werner Stödtke (parteilos) machte in der Podiumsdiskussion unserer Zeitung den Aufschlag: Er würde die ehemalige Roncalli-Hauptschule gerne an den Kreis Borken verkaufen. Mit dem Kreis Borken habe die Gemeinde einen der besten Partner, den man sich vorstellen könne.

Auf Sicht werde die Gemeinde keine eigene Schulnutzung in das Gebäude hineinbekommen. Diese sei allerdings unbedingt erforderlich. In einem langfristigen Mietverhältnis – wie es aktuell besteht – bleibe die Gemeinde aber für die Bausubstanz verantwortlich. Damit gebe es für die Gemeinde Südlohn aber auch ein hohes finanzielles Risiko, weil das Gebäude eben ein gewisses Alter erreicht habe.

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Für den Kandidaten der WSO Maik van de Sand ging das jedoch zunächst einen Schritt zu schnell. Eher wolle er als erstes einmal Ideen spielen lassen. Zusätzlich zur Schule brachte er weitere Nutzungsmöglichkeiten zur Sprache: Beispielsweise Co-Working-Spaces für Unternehmen aus dem Ort oder gemeinsame Aktivitäten mit Vereinen. Erst wenn dieses Ideen nicht fruchten würden, bliebe der Gemeinde ein Verkauf des Gebäudes nicht erspart.

Bei Verkauf kein Zugriff mehr auf das Grundstück

Ganz klar gegen einen Verkauf sprach sich der CDU-Bürgermeisterkandidat Frank Engbers aus: „Zu diesem Zeitpunkt sollten wir das Gebäude auf dem Areal nicht verkaufen“, erklärte er. Der Kreis Borken sei einer der besten Mieter, den man bekommen könne: Die Anmietung sei langfristig und der Mieter solvent.

In seinen Augen besteht also vorerst überhaupt kein Druck das Schulgebäude zu verkaufen. Auch stehe das Gebäude mitten auf einem etwa einen Hektar großen Grundstück. Dazu grenze es auch direkt an eine Wohnbebauung an. „Wenn wir es jetzt oder im nächsten Jahr verkaufen, hätten wir keinen Zugriff mehr auf die Fläche“, erklärte er.

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Die Politiker in Südlohn hatten zuletzt im Dezember 2019 über einen möglichen Verkauf des Gebäudes diskutiert: Nach hitziger Debatte war ein möglicher Verkauf mit 18 zu 5 Stimmen abgelehnt worden.

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