Kirchengemeinde fragt nach

Neuer Pastoralplan

Eine Internetseite zieht zurzeit die Aufmerksamkeit von Mitarbeitern der Kirchengemeinde St. Vitus und St. Jakobus auf sich. Freitag wird dort eine Befragung freigeschaltet. Das Team um Pfarrer Stefan Scho wünscht sich, dass dann viele Gemeindemitglieder die Homepage nutzen.

SÜDLOHN

, 26.11.2014, 18:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Teil der Steuerungsgruppe für den Pastoralplan, dessen Erarbeitung mit der Befragung der Gemeinde beginnt (v.l.): Hendrik Lukas, Ursula Klein-Menting, Stefan Scho und Christoph Hesse

Ein Teil der Steuerungsgruppe für den Pastoralplan, dessen Erarbeitung mit der Befragung der Gemeinde beginnt (v.l.): Hendrik Lukas, Ursula Klein-Menting, Stefan Scho und Christoph Hesse

Das Sehen ist das erste, was die Südlohner Pfarrgemeinde jetzt tut. Die extra gegründete Steuerungsgruppe für den Pastoralplan macht zunächst eine Bestandsaufnahme. Wo steht die Kirchengemeinde? Was ist gut? Was ist schlecht? Antworten auf diese Frage sollen die Gemeindemitglieder geben – über die Befragung. „Die sollen uns auch ordentlich die Meinung geigen“, sagt Diakon und Steuerungsgruppenmitglied Christoph Hesse. Besonders wichtig seien der Gruppe die Meinungen derer, die der Kirchengemeinde kritisch gegenüber stehen. Schließlich wolle man mit dem Angebot der Kirche künftig mehr Gemeindemitglieder erreichen.

„Es kann auch sein, dass die Gemeinde Dinge abschaffen muss, die sie lieb gewonnen hat“, sagt Pfarrer Scho. Er hat die möglichen Folgen der Arbeit der Steuerungsgruppe erkannt und betont: „Wir müssen mutig daran gehen und müssen uns den Dingen stellen.“ Denn die Kirche muss sich entwickeln. Sie muss Wege finden, mit den Rückgängen der Kirchenbesucher, des Personals und der aktiven Gemeindemitglieder umzugehen. Sie muss Wege finden, ihre Attraktivität zu steigern. Die Steuerungsgruppe ist motiviert, mit dem Pastoralplan einen zielführenden Fahrplan für diese Entwicklung zu erstellen. Konkrete Ideen, wie die Entwicklung aussehen könnte, hat die Gruppe bewusst noch nicht erarbeitet. „Es richtet sich alles nach der Umfrage“, so Diakon Hesse. „Die pastorale Arbeit existiert ja schon, aber wir können neue Probleme nicht mit alten Rezepten lösen“, sagt er weiter.

Je größer die Beteiligung an der Umfrage ist, desto besser können Scho und seine Kollegen die Situation analysieren und Lösungsansätze für bestehende Probleme finden. „Wenn wir nur 20 Antworten zurück bekommen, können wir damit nichts anfangen“, sagt Scho. So entstand die Idee, die Befragung online durchzuführen, auf einer eigens dafür angelegten Internetseite. Die Steuerungsgruppe erhofft sich dadurch eine große Reichweite. Es wird aber auch gedruckte Fragebögen geben, damit auch Personen ohne Internetzugang an der Umfrage teilnehmen können. So haben alle Gemeindemitglieder und Nicht-Mitglieder die Chance, die Entwicklung zu beeinflussen.

Allein der Ansatz, die Befragung im Internet bereitzustellen, zeigt die Bereitschaft der Gemeinde, mit der Zeit zu gehen. Diakon Hesse bringt den Veränderungswillen mit einem Zitat von Papst Johannes XXIII auf den Punkt: „Lasst uns Türen und Fenster öffnen und neue Luft herein lassen.“ 

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