Mit Blühwiesen soll der Lebensraum von Insekten verbessert werden. Kostenloses Saatgut soll Bürgerinnen und Bürgern bald kostenlos über die Gemeinde zur Verfügung gestellt werden. Das beschloss der Umweltausschuss. © Markus Gehring
Ausschusssitzung

Kostenloses Saatgut für Blühwiesen? Der Umweltausschuss hat beschlossen

Ob die Gemeinde Mittel für kostenloses Saatgut für Blühwiesen in den Haushalt einstellen soll, darüber hat der Umweltausschuss entschieden. Das Thema Eichenprozessionsspinner wurde vertagt.

Mit zwei Fraktionsanträgen beschäftigte sich der jüngste Umweltausschuss. Darin ging es um die Vorgehensweise der Gemeinde bei zwei aktuellen Themen: Blühwiesen und Eichenprozessionsspinner.

In ihrem Antrag regte die WSO-Fraktion an, dass die Gemeinde ab dem Jahr 2022 kostenloses Saatgut für Blühwiesen zur Verfügung stellen solle. Die Abgabe an interessierte Bürger solle in haushaltsüblichen Mengen bis zu einer Fläche von 50 Quadratmetern erfolgen, 2000 Euro sollten dafür in den Haushaltsplan eingestellt werden. In ihrem Antrag erinnerte die Fraktion an die verschiedenen Vorgehensweisen umliegender Kommunen, um die Lebensbedingungen für Insekten zu verbessern. Leo Schrote (WSO) ergänzte noch, dass man auf „heimisches Saatgut“ setzen solle.

Rudolf Terhörne regte für die SPD an, die Verteilung und auch Pflege womöglich noch auf den noch zu gründenden Verein „Kulturlandschaft Südlohn-Oeding“ zu übertragen. Dieser Meinung war auch Jörg Eggink für die CDU. Die WSO hatte im Antrag dargelegt, dass die Verteilung über die Gemeinde keinesfalls in Konkurrenz zum neuen Verein stehen solle. Dieser würde sich eher Maßnahmen in größerem Ausmaß widmen. Markus Lask, Leiter der Facheinheit Zentrale Dienste, regte an, Schulen und Kitas „als Hebel“ zu nutzen. Der Ausschuss folgte dem Beschlussvorschlag, diese Mittel in den Haushalt einzustellen, einstimmig.

Eichenprozessionsspinner 2021 kein großes Thema

Die CDU stellte in ihrem Antrag auf die künftige Strategie bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) ab. „Man könnte schauen, ob Mittel erweitert und Maßnahmen ergänzt werden“, erklärte Jörg Eggink. Generell habe sich das Absaugen bewährt, so Rudolf Terhörne (SPD): „Wir haben hier keinen Notstand.“ Der Einsatz von Bioziden solle nur im Ausnahmefall erfolgen. Und sich auf besonders kritische Bereiche beschränken, ergänzte Andre Harmeling (WSO). Dr. Joachim Musholt sprach sich komplett gegen den Einsatz von Bioziden aus. Leo Schrote (WSO) merkte an, dass der EPS-Befall starken Schwankungen unterliege.

Letztlich kam der Ausschuss zu dem Schluss, dass man das Thema vertagen solle. Als Hauptgrund wurde angeführt, dass es in diesem Jahr keine verstärkten Probleme gegeben habe. „Das Budget wurde bei weitem nicht ausgereizt“, berichtete Ordnungsamtsleiter Matthias Lüke. „Der Eichenprozessionsspinner verträgt keine Feuchtigkeit“, bezog sich Markus Lask, Leiter der Facheinheit Zentrale Dienste, auf den nassen Sommer.

Bürgermeister Werner Stödtke nahm den Arbeitsauftrag mit, sich mit einem Experten in Reihen der WSO über ein weiteres Vorgehen und eventuelle zusätzliche Maßnahmen abzustimmen. Jetzt konkrete Maßnahmen festzulegen, sei ein Blick in die Glaskugel.

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