Laktopol Holding verlegt Sitz nach Oeding

Schwesternhaus gekauft

Das "Schwesternhaus" an der Winterswyker Straße hat einen neuen Besitzer. Der Unternehmer Peter Emming hat das teilweise denkmalgeschützte Gebäude von der Gemeinde gekauft und will mit seiner Laktopol Holding dort einziehen. Für rund eine Million Euro soll das 1925 errichtete Gebäude saniert und umgebaut werden.

SÜDLOHN

, 22.12.2015, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
An der Seite zur Sparkasse erhält das Schwesternhaus einen Anbau, der für lichtdurchflutete Räume sorgen soll.

An der Seite zur Sparkasse erhält das Schwesternhaus einen Anbau, der für lichtdurchflutete Räume sorgen soll.

Gestern haben Bürgermeister Christian Vedder und Peter Emming die Pläne in Burlo, am jetzigen Standort der Laktopol Holding, vorgestellt. Der heute in Südlohn lebende, gebürtige Oedinger, will nach Abschluss der Umbaumaßnahme seinen Firmensitz an die Winterswyker Straße verlegen. "Ich halte das Schwesternhaus neben dem alten Pfarrhaus für eines der schönsten Häuser Oedings", beschreibt Peter Emming, dass sein Herz schon seit seinen Kindertagen für das Gebäude schlägt - als er dorthin ging, um sich ein Buch auszuleihen.

Start bei leerem Gebäude

"Wenn das Gebäude leer ist, fangen wir an", betont Emming, dass für ihn ein "ordentlicher Übergang" wichtig ist: "Wir wollen niemanden rauswerfen". Das heißt, Bücherei, Messdiener und Tourismus- und Marketingbüro Somit müssen zunächst einen neuen Platz haben. Daran werde derzeit schon intensiv gearbeitet, betont Bürgermeister Christian Vedder.

Der freut sich nicht nur über die Gewerbesteuer, die möglicherweise durch die Ansiedlung der Holding nach Südlohn fließt. "Die Planung passt zum Haus", betont Vedder, dass die Gemeinde sich beim Verkauf des Hauses dessen Tradition verpflichtet gefühlt hat. "Wir haben mit Peter Emming jemanden gefunden, der das Gebäude zu einem Hingucker macht. Das wertet den Ortskern auf", so Vedder weiter.

Sanierungsbedarf

"Da hätte einiges gemacht werden müssen", meint der Bürgermeister und weist auf den großen Sanierungsbedarf für das  Schwesternhauses hin. Die Kommune hatte dafür auf Fördermittel aus dem Regionale-Topf gesetzt. "Als das mit der Regionale nicht funktionierte, haben wir den Verkauf überlegt", berichtet der Bürgermeister. Investor Peter Emming freut sich, dass der Rat den Verkauf an ihn einstimmig beschlossen hat.

Sobald das Haus leer ist, soll mit den Umbau- und Sanierungsarbeiten begonnen werden. Dabei muss auch der benachbarte Jakobus-Kindergarten etwas Grund abgeben. Der nutzt Fläche des Schwesternhauses und der vorhandene Zaun soll wieder entlang der ursprünglichen Grenze aufgestellt werden.

Komplett entkernen

"Wir werden das Haus komplett entkernen und schaffen eine Öffnung zur Sparkassenseite", berichtet Emming, dass durch Glaselemente viel Licht ins Gebäude gebracht werden soll. Er will "das Objekt behandeln, als ob es komplett unter Denkmalschutz steht", betont der Investor, dass nicht nur die seit den 1980er Jahren geschützte Fassade zur Winterswyker Straße hin gereinigt und neu verfugt wird. Nach Abschluss der Arbeiten werde das Gebäude nachts angestrahlt und so auch bei Dunkelheit ein Blickfang sein, ist sich Emming sicher.

Der Familienvater und passionierte Jäger nimmt für die Sanierung des Gebäudes viel Geld in die Hand. "Ein einfaches Bürogebäude zu erstellen, wäre sicher preisgünstiger. Geldlich ist das eigentlich eine schlechte Investition", ergänzt Emming. Aber: "Ich bin Oedinger, ich habe einfach Spaß daran", nennt er seine Beweggründe, an dieser Stelle in seiner Heimatgemeinde zu investieren.

Der Bauantrag ist bereits gestellt. Wann es losgeht, liegt jetzt daran, bis zu welchem Zeitpunkt die derzeitigen Nutzer eine neue Bleibe haben.

 

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