Land und Gemeinde fördern Schutzhütte des Heimatvereins mit 20.000 Euro

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Der Heimatverein Südlohn möchte an der Robert-Bosch-Straße eine neue Schutzhütte für Radfahrer bauen. Der Verein kann dabei auf 20.000 Euro Fördermittel setzen. Doch es bleibt noch viel zu tun.

Südlohn

, 28.09.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Bauschild an der Robert-Bosch-Straße weist schon seit einiger Zeit auf das aktuelle Projekt des Heimatvereins Südlohn hin: Dort an der Einmündung zu einem Wirtschaftsweg soll eine neue Schutzhütte entstehen.

Die Schutzhütte für Radfahrer, Wanderer und Bewohner der Gemeinde liegt direkt am Radweg, der die ehemalige Bundesstraße 70 mit der Ramsdorfer Straße verbindet.

Doch nachdem sich der Verein zu dem Projekt entschlossen hatte, ging es auf die lange Suche nach Fördermitteln. Die sind den Heimatfreunden jetzt sicher: Durch den Heimatfonds des Landes NRW fließen insgesamt 20.000 Euro nach Südlohn. 17.000 Euro vom Land NRW, 3000 Euro von der Gemeinde.

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„Als sich die Frage der Finanzierung stellte, haben wir uns mit verschiedenen Förderprogrammen beschäftigt und sind auf den „Heimat-Fonds“ des Ministeriums für Heimat und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen gestoßen“, sagt Ernst Bennemann, Vorsitzender des Heimatvereins Südlohn.

Mit diesem Programm werden lokal und regional prägende Objekte gefördert, die ihren Ausdruck in Traditionen und Bauwerken finden und eine örtliche Identifikation erreichen.

Gemeinde musste den Heimatverein unterstützen

Problem: Antragsberechtigt für den „Heimat-Fonds“ sind ausschließlich Gemeinden und Gemeindeverbände, keine Vereine. So hat sich der erste Vorsitzende Ernst Bennemann an die Gemeinde Südlohn gewandt und fand in Werner Stödtke und Markus Wellermann, der zuständig ist für kulturelle Leistungen, Befürworter und Unterstützer. „Die Zusammenarbeit hat großartig geklappt“, sagt Ernst Bennemann.

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Ohne die Unterstützung durch die Gemeinde wäre die Förderung gar nicht möglich gewesen – auch abgesehen davon, dass der Verein die Mittel nicht direkt beantragen durfte. „Man macht sich gar kein Bild davon, wieviel Papierkram hinter so einem Antrag steckt“, erklärt Ernst Bennemann. Mit einem einfachen Formular sei es da nicht getan. „Da muss man sich richtig reinknien“, erklärt er.

Förderbescheid brauchte viel Zeit

Das ist geschehen: Das Vorhaben wurde analysiert und beraten und mündete in einem Antrag der Gemeinde an die Bezirksregierung in Münster. In den vergangenen Tagen konnten Werner Stödtke und Markus Wellermann dem Heimatverein eine gute Nachricht übermitteln: Die Bezirksregierung hat die Förderung des Projektes bewilligt. Auch das sei noch einmal ein ziemliches Hin und Her zwischen Gemeinde, Bezirksregierung und Landesregierung gewesen, fügt der Vereinsvorsitzende hinzu. Jetzt jedenfalls steht die Finanzierung.

Ernst Bennemann und sein Vertreter Norbert Dönnebrink nahmen die offizielle Bewilligungsurkunde aus den Händen von Werner Stödtke und Markus Wellermann entgegen. Auch die Bürgerstiftung, die SVS und die Banken vor Ort unterstützen das Vorhaben.

Das Ständerwerk aus Eichenholz für die neue Schutzhütte wird gerade vorbereitet. Aktuell wird noch der Wetterschutz aufgetragen.

Das Ständerwerk aus Eichenholz für die neue Schutzhütte wird gerade vorbereitet. Aktuell wird noch der Wetterschutz aufgetragen. © Heimatverein Südlohn

Wie hoch die Kosten für die Schutzhütte insgesamt sind, mag Ernst Bennemann noch gar nicht endgültig abschätzen. „Da fließt ja auch viel Eigenleistung hinein“, sagt er. Für den Antrag wurde aber auch das genau berechnet: 850 Stunden Arbeit werden es am Ende wohl sein. Die sind mit je 15 Euro bei den Fördermitteln berücksichtigt worden. Einen Teil wird auch der Heimatverein aus eigenen Mitteln und den Mitgliederbeiträgen stemmen. Wieviel genau steht aber noch nicht fest.

Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen

In diesem Jahr sollen noch das Ständerwerk aufgestellt und das Dach gedeckt werden. „Unser Dachdecker steht Gewehr bei Fuß“, freut sich Ernst Bennemann. 2021 folgen dann die Mauerarbeiten. Unklar ist im Moment noch, ob die Hütte wie geplant eine Ladestation für E-Bikes bekommt. „Darüber sind wir mit der SVS im Gespräch“, sagt Ernst Bennemann. Es ist aber noch nicht genau klar, wie der Strom bis zur Hütte gelegt werden soll. „Wenn es praktisch geht, kommt die Ladestation“, erklärt er. Der Aufwand dürfe aber auch nicht zu groß sein.

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