Lkw verliert hunderte Liter Diesel

Nachteinsatz für Feuerwehr

Fünf Stunden lang war die Feuerwehr Südlohn in der Nacht zu Freitag im Einsatz: Auf der Bahnhofstraße hatte ein LKW Diesel verloren. Und das in der Nähe der Schlinge.

Südlohn

, 10.11.2017, 10:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Feuerwehr war im Einsatz, um Diesel aus einem leck geschlagenen Lkw-Tank zu sichern.

Die Feuerwehr war im Einsatz, um Diesel aus einem leck geschlagenen Lkw-Tank zu sichern. © Foto Feuerwehr Südlohn

Auf der Bahnhofstraße hatte ein Lkw Diesel verloren. Und das in der Nähe der Schlinge. Der Lkw war nach ersten Angaben der Feuerwehr in Höhe des Modegeschäfts Hollad gegen eine Mittelinsel geprallt, dabei war der Tank beschädigt worden.

Gegen 1.15 Uhr erreichte den Löschzug Südlohn der Freiwilligen Feuerwehr der Ruf zum Einsatz. Durch das Stichwort „ABC-Alarm klein“ wussten die Feuerwehrmänner gleich, welche Art von Aufgabe auf sie zukommen würde. Vor Ort eingetroffen, zeigte sich schnell das ganze Ausmaß des Geschehens. „Der Wagen hatte rund 100 Liter Diesel aus seinem Tank verloren“, berichtete Hendrik Tenk, stellvertretender Löschzugführer, am Freitag im Gespräch mit der Münsterland Zeitung. Eine breite Dieselspur zog sich von Bahnhofstraße bis zur Ramsdorfer Straße: „Das war schon ziemlich großflächig.“ Für die Wehrleute ging es zunächst darum, den Tank des Fahrzeugs abzudichten. Ein etwa zehn Zentimeter langer Riss klaffte im Metall. Diesen verstopften die Wehrleute provisorisch und sorgten so dafür, dass kein weiterer Diesel mehr auslaufen konnte.

Gleichzeitig richteten sie ihr Augenmerk auf die Kanalisation: An den Gullis durfte nichts vom Diesel hineinfließen. Ob vor dem Eintreffen der Feuerwehr schon Kraftstoff ins Abwasser gelangt ist, sollten genaue Untersuchungen am Freitag zeigen. Vorsorglich wurde durch die Mitarbeiter des Klärwerks eine entsprechende Sperrmaßnahme durchgeführt.

Spezielles Verfahren


Eine Fachfirma kümmerte sich schließlich darum, die Straßenoberfläche zu reinigen. Mit einem speziellen Nasssaugverfahren rückte sie unter Hochdruck der Dieselspur zu Leibe. Unterdessen wurde der restliche Diesel aus dem Tank des Lkw abgepumpt. „Da waren sicherlich noch gut 400 Liter drin“, berichtet Hendrik Tenk. So gesehen lohnte dieser Schritt auch, um den wirtschaftlichen Schaden zu begrenzen.

Viele unterschiedliche Kräfte waren in dieser Nacht im Einsatz, um den entstandenen schaden in Grenzen zu halten. Der Löschzug Südlohn war mit 18 Mitgliedern angerückt, der Löschzug Oeding mit neun. Unterstützung kam durch den neuen Gerätewagen Gefahrgut, der unter der Regie der Feuerwehr in Borken ebenfalls zum Zuge kam – einschließlich rund 16 Kräften. Mit von der nächtlichen Partie waren darüber hinaus Mitarbeiter der Polizei, des Ordnungsamtes und des Klärwerks.

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