Marcel Dziuba ist Schützenkönig

St.-Vitus-Schützen

Am Ende ging es ganz schnell: Mit dem 314. Schuss holte Marcel Dziuba den Vogel von der Stange und krönte sich zum neuen König des St.-Vitus-Schützenvereins.

SÜDLOHN

25.08.2014, 18:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Trotzdem ließ er es sich nicht nehmen, am Schießen teilzunehmen – und sorgte damit für eine Überraschung. Sogar bei seiner Königin, Marion Focke, die erst nach einer Stunde offiziell bestätigt werden konnte. Denn Dziuba musste erst einmal einen Thron organisieren, der sich so schnell auch für die Aufgabe bereit erklärte. Bis um 13 Uhr war noch kein so überraschendes Ende in Sicht. Die Schützen hatten bis dahin über 200 Schuss abgegeben – doch noch immer rührte sich der Vogel keinen Zentimeter von der Stange. „Walter Funke scharrt auch schon wieder mit den Hufen, um einen Schuss abzusetzen“, sagte Kommentator Tobias Sicking. Doch auch der Schuss von Funke und den anderen Schützen saß nicht so richtig. Schuss um Schuss ertönte, ohne dass der Vogel auch nur wankte. Plötzlich ging ein Raunen durch die Menge, als ein Schuss große Teile des Vogels absplittern ließ. Doch der hölzerne Vogel hielt sich wacker. Kurz vor dem Ende brach selbst der Kopf der Zielscheibe ab.

Um 13.53 passierte das, worauf die Zuschauer lange gewartet hatten: Marcel Dziuba setzte einen gezielten Schuss, der verbleibende Rumpf des Holzvogels brach entzwei, der neue König stand fest. Fassungslos glücklich „Pünktlich. Passend“, sagte Oberstleutnant Franz-Josef Niestegge schmunzelnd. Denn zuerst hatte es noch nicht danach ausgesehen, als würde sich das Vogelschießen rasch entscheiden. Als Dziuba als neuer König feststand, als ihn seine Kumpanen auf die Schultern hoben und die Menge feierte, schien er fassungslos. Und auch wenn sich die Diskussion um das Throngefolge lange hinzog – am Ende strahlten das Königspaar und sein Thron gemeinsam mit den vielen, vielen Zuschauern bei der traditionellen Parade. Das Königspaar Marcel Dziuba und Marion Focke wird nun vom Throngefolge Frank Focke und Silke Dziuba, Günter Sparwel und Sylvia Benning, Thomas Tecker und Stefanie Lust, Thorben Lust und Verena Sparwel unterstützt.

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