Hier sollen sie hinein, die mit den Hinterlassenschaften der Hunde gefüllten Beutel. Es könnten ein paar Mülleimer mehr sein, meinen viele Hundehalter. © Markus Gehring
Hundehaltung in Südlohn

Mehr Hunde, mehr Hinterlassenschaften? Gemeinde diskutiert Neuerungen

In Zeiten von Corona scheint es, als gäbe es überall mehr Hunde. Weniger sind es in Südlohn nicht geworden, so viel steht fest. Müssen es nun auch mehr spezielle Hundekot-Mülleiner sein?

In Zeiten der Corona-Pandemie sind Vierbeiner hoch im Kurs. Menschen arbeiten vermehrt im Homeoffice und haben Zeit, sich um Hunde zu kümmern. Auch in Südlohn hat sich die Zahl der Hunde vermehrt, „gefühlt auf jeden Fall“, sagt Dirk Windbrake, der im Rathaus auch für die Anmeldungen der Hunde zuständig ist.

Die Zahl der angemeldeten Hunde ist ja immer dynamisch. Hunde versterben, Familien mit Hunden ziehen um oder nach Südlohn oder Oeding. Viele Gründe für An- und Abmeldungen. Ohne es jetzt direkt ausgerechnet zu haben, meint Dirk Windbrake, dass es seit Ausbruch der Pandemie mehr Anmeldungen gegeben hat.

1212 Hunde gibt es laut Steuermarken im Mai

Im Januar 2020 waren 1181 Hunde aus Südlohn und Oeding bei der Gemeinde angemeldet. Im Dezember 2020 war die Zahl auf 1201 gestiegen, im Januar 2021 lag sie bei 1189 und aktuell im Mai bei 1212.

Wie hoch die Dunkelziffer unter den Hundehaltern ist, die ihre Vierbeiner, um Steuern zu sparen, gar nicht anmelden, ist ungewiss. Deswegen ist die Angabe der Anzahl der Hunde in Südlohn und Oeding auch genauso ungewiss und hängt von der Ehrlichkeit der Halter ab. Bei den Hundehaltern ist auf jeden Fall der Eindruck entstanden, dass es mehr Behälter geben müsste, in dem sie die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner entsorgen können.

Spezielle Abfallbehälter für Beutel mit den Hinterlassenschaften

Es gibt in der Gemeinde Südlohn dort, wo viele Herrchen, Frauchen und Hunde spazieren gehen, diese speziellen Abfallbehälter mit besonderem Hunde-Aufdruck. Die Beutel, die die Hundehalter für die Hinterlassenschaften dabeihaben sollten für eine ordentliche Entsorgung, müssen sie privat besorgen. Aber: Grundsätzlich werde das Thema rund um die Entsorgung von Hundekot gerade im Rathaus diskutiert, sagte Ordnungsamtsleiter Matthias Lüke auf Anfrage der Redaktion. „Aber noch ist nichts spruchreif“, bittet Lüke noch um etwas Geduld.

Ein Hund kostet pro Jahr in der Gemeinde Südlohn den Halter 60 Euro an Hundesteuer. Ein „normaler“ Hund. Wer zwei dieser Hunde hält, zahlt für den zweiten 86 Euro im Jahr, der dritte schlägt mit 106 Euro zu Buche.

Für manche Hunde gilt nur der halbe Steuersatz

Vierbeiner im Außenbereich auf den Höfen oder auch Jagdhunde werden zur Hälfte von der Steuer befreit, Wachhunde von Unternehmen, sind von der Steuer ganz befreit ebenso wie Hunde, die ausschließlich dem Schutz und der Hilfe Blinder, Tauber oder sonst hilfloser Personen dienen.

Wer einen Hund der gefährlichen Kategorie hält, muss in der Gemeinde Südlohn vergleichsweise tief in die Tasche greifen: 429 Euro Steuern im Kalenderjahr werden fällig.

Über die Autorin
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Anne Winter-Weckenbrock

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