Mehr Natur für Schlinge

Gewässerqualität

Damit Fische und andere Wassertiere in der Schlinge noch bessere Lebensbedingungen vorfinden, muss noch einiges passieren.

SÜDLOHN

01.08.2011, 18:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

In den vergangenen Jahren sind in Südlohn bereits einige Schritte zur ökologischen Aufwertung der Schlinge unternommen worden. Kleinere Sohlabstürze wurden so umgestaltet, dass Fische sie wieder passieren können. Schluss ist für sie aber spätestens an den Stauwehren in Südlohn und Oeding. Umleitungsgerinne und sogenannte „Fischpässe“ stehen deshalb für die nächsten Jahre auf dem Plan. Zusätzlich sollen bessere Lebensräume und -bedingungen für Fische und Fischnährtiere, wie Insektenlarven und Krebse, geschaffen werden. „Zurzeit ist die Schlinge biologisch in keinem guten Zustand“, erklärt Judith Nollmeyer von der Unteren Wasserbehörde des Kreises. Die Tiere bräuchten Rückzugsräume im Uferbereich. Diese könnte ihnen zum Beispiel Totholz im Gewässer und eine stärkere Bepflanzung der Uferböschung bieten. Die Wasser- und Bodenverbände wollen die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie unterstützen. Die Gemeinde Südlohn kann sich vorstellen, Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen in Zukunft verstärkt an der Schlinge durchzuführen. Beim Ortstermin dabei waren Dirk Vahlmann und Michael Niehaus von der Gemeinde Südlohn, Hermann Schulze-Herking und Franz-Josef Garthaus vom Wasser- und Bodenverband „Oberes Schlingebachgebiet“, Albert Deelmann vom Wasser- und Bodenverband „Untere Schlinge“, Carsten Bohn vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband sowie Fabian Hummelt und Judith Nollmeyer vom Kreis Borken. Eingebunden sind auch Vertreter der Waterschap Rijn en Ijssel, die sich auf niederländischer Seite mit der Entwicklung der Schlinge befassen.

Wie in Südlohn haben sich in den vergangenen Wochen in fast allen Orten des Kreises Arbeitsgruppen getroffen. Gemeinsam werden sie mögliche Maßnahmen zusammentragen, sie dann nach Wertigkeit einstufen und einen sogenannten „Umsetzungsfahrplan“ erarbeiten. Hochwasserschutz und Flächenentwässerung für die Landwirtschaft werden dabei als wichtige Kriterien berücksichtigt.

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