Profikoch Mike Süsser hatte im Burghotel Pass nur bei der Soße etwas zu meckern. © kabel eins/Benedikt Müller
Fernsehsendung

„Mein Lokal, Dein Lokal“ im Burghotel: Ein Problem liegt bei der Soße

In der Fernsehsendung „Mein Lokal, Dein Lokal“ wurde am Mittwoch das Essen im Oedinger Burghotel Pass getestet. Lob gab es reichlich, doch Profikoch und Gastronomen hatten auch was zu meckern.

Kurz kamen Theo Pass und sein Küchenchef Gerd Blickmann ins Schwitzen, als Profikoch Mike Süsser vom Fernsehformat „Mein Lokal, Dein Lokal“ die Kalbsbäckchen probierte. „Wenn ihr die Soße so serviert, bekommt ihr ein Problem“, sagte der nämlich. Kurz darauf schob er aber hinterher: „Ihr könnt das Schwitzen einstellen, Jungs. Es geht um die Menge.“ Von der leckeren Soße hätte der Koch sich schlichtweg ein bisschen mehr gewünscht.

Das Burghotel Pass war am Mittwochnachmittag in der Fernsehsendung auf Kabel1 zu sehen. Im Laufe einer Woche hatte Theo Pass drei verschiedene Restaurants in der Region getestet und bewertet und ebendiese Gastronomen waren dann bei ihm zu Gast.

„Herrliches Gericht mit schöner Aromatik“

Zuerst aber kam der Profi in Gestalt von Mike Süsser. Er ließ sich den Gastraum und die Küche zeigen. Begeistert schaute er sich in dem alten Gewölbekeller der Burg mit ritterlichem Charme um. „Das passt irgendwie so gar nicht zum Theo“, so sein Fazit. Er hätte ihn eher in die Rockabilly-Ecke gesteckt.

Küchenchef Gerd Blickmann kochte dann mit dem Fernsehkoch zusammen die Kalbsbäckchen. Mike Süsser schnippelte das Gemüse, stellte die Gewürze bereit und stellte viele Fragen.

Das Burghotel Pass in Oeding hat durchaus gute Bewertungen bekommen.
Das Burghotel Pass in Oeding hat durchaus gute Bewertungen bekommen. © Stephan Rape © Stephan Rape

„Ein herrliches Gericht mit einer sehr schönen Aromatik. Toll gekocht, grundehrlich, toller Geschmack“, sagte er nach dem Probieren zum Gericht. Nur bei der Soße, da würde er wirklich ein bisschen mehr nehmen. Der Kartoffelschnee als Beilage weckte bei ihm gar Kindheitserinnerungen. Einfach Kartoffeln mit Zwiebeln. „Nix mit Milch, genau wie in den 50er/60er-jahren“, schwärmte er.

Kritik am Garpunkt und zu viel Thymian

Ganz so positiv ging es beim Besuch der anderen teilnehmenden Gastronomen nicht weiter für das Team vom Burghotel Pass. Das Linsengemüse und die Jakobsmuscheln bei der Vorspeise zum Beispiel waren lauwarm. „Ich weiß nicht, ob das so gewollt ist“, sagte Carol Waithira Mühlenbrock vom Haus Mühlenbrock in Schermbeck. Mit dem Garpunkt seiner Kalbsleber war Toni Schermo von der Villa am See in Dülmen nicht ganz zufrieden und beim Rumpsteak war es zu viel Thymian für den Geschmack von Lars Kathage und Fabian Kracht vom Mussumer Krug in Bocholt.

Im Zwischenergebnis standen so auch zwei Mal nur sieben von zehn Punkten im Raum. „Wir hätten mit mehr gerechnet. Das geht nicht, da müssen wir jetzt nochmal Kette geben“, machte Theo Pass deutlich.

Mit Erfolg. Die Gäste bescheinigten dem Rumpsteak einen perfekten Garpunkt, das Gemüse sei super knackig und die Kalbsbäckchen genau so butterweich wie sie sein sollen. Auch beim Dessert gab es sehr positives Feedback. Vor allem das Herrencreme-Parfait von Souschefin Birgit Vennekamp kam gut an. Und zur Creme Brûlée meinte Toni Schermo sogar: „Besser kann man es nicht machen.“

Vorläufig sind es 25 von 30 Punkten

Die fünf Gäste aus drei Restaurants waren am Ende also gut zufrieden, auch mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Profikoch Mike Süsser sah bei dem gesamten Team ein gutes Handwerk und viel Leidenschaft.

In der Wertung standen am Ende einmal neun und zweimal acht Punkte für das Burghotel Pass. Dazu meinte Theo Pass: „Es hätte besser kommen können, aber auch schlechter. Die anderen müssen jetzt erst einmal nachlegen.“ Sein Horrorszenario, dass die Köche das Essen anbrennen lassen oder dass er einen Teller fallen lässt, ist aber zum Glück nicht eingetreten.

Zu den 25 Punkten von der Konkurrenz kommt am Freitag noch die Wertung von Mike Süsser. Erst dann steht das Endergebnis und damit der Sieger fest.

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Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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Victoria Garwer

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