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Mit Gefühl für die Musik

Klavierbauer Werner Klein-Menting

Mit einem alten Klavier, das nicht mehr funktionierte, fing alles an. Der damals 13-jährige Werner Klein-Menting wollte Klavierspielen lernen. Doch zuerst machte er den Deckel auf, um zu erfahren, warum die Töne nicht passten. Nun ist er fast 50 Jahre alt und hat seinen Kindheitstraum zum Beruf gemacht – Werner Klein-Menting ist Klavierbauer.

OEDING

von Von Jessica Beck

, 14.03.2012 / Lesedauer: 3 min
Mit Gefühl für die Musik

Der große Konzertflügel wird oft verlieren. Steht der dann in der Oedinger Werkstatt, stimmt Werner Klein-Menting ihn und spielt selbst ein paar Rock- und Pop-Stücke darauf.

Ein gutes Gehör ist für ihn natürlich wichtig. „Doch viel wichtiger ist es, den Stimmhammer richtig zu führen“, sagt der Oedinger. Fünf Stimmungen pro Tag – mehr schaffe er nicht. „Das fordert viel Konzentration und man ist ständig angespannt.“ Nach seiner Ausbildung zum Klavierbauer in Bottrop, arbeitete Klein-Menting 20 Jahre in Gronau. Seit fast 15 Jahren hat er seine eigene kleine Werkstatt in Oeding. „Den Anbau gibt es aber erst seit drei Jahren. Vorher standen die Klaviere zur Reparatur in der Küche oder im Wohnzimmer“, erzählt er. An seinem Beruf liebt er besonders die Abwechslung. „Und wenn ein altes Instrument richtig kaputt ist, man es neu wieder aufbaut und dann das Ergebnis hört. Wenn die unpräzise Spielart und alles, was gerasselt und gescheppert hat, nicht mehr da ist...“, erklärt der fast 50-Jährige.

Obwohl es mittlerweile E-Pianos gebe, sei Klaviermusik immer noch gefragt. Die elektronischen Instrumente seien zwar praktisch zum üben, wenn man nicht laut sein dürfe, „aber wer richtig Klavierspielen will, wird immer wieder zum Klavier zurückkommen“. Das E-Piano habe einfach nicht das Klangwerk von einem echten Klavier, meint er. „Von zurückhaltend bis explosionsartig kann ich mit meinen Fingern am Klavier alles formen.“ Das gehe beim elektrischen Klavier nicht so gut. Als Klavierstimmer hat Klein-Menting sich in der Region bereits einen Namen gemacht – egal ob auf Konzerten, in Musikschulen oder Privathaushalten. Seit 36 Jahren übt er den Beruf nun aus und es macht ihm immer noch Spaß. „Es gibt so viel unterschiedliche Instrumente und Charaktere. Die Mischung macht‘s“, erklärt er.

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