Einen ersten Eindruck vom Baufortschritt verschafften sich Verbundleiter Dieter Bonhoff und Kita-Leiterin Lena Groß-Heynk. Zentraler Baustein des naturnahen Konzepts wird die gepflasterte Schleife, auf der die Kinder später ihre Fahrzeuge bewegen sollen. © Michael Schley
Spielplatzerweiterung

Mit Video: Kita-Spielplatz wird naturnah – und irgendwie nie wirklich fertig

Fahrt aufgenommen haben die Erweiterungsarbeiten am Spielplatz der Kita St. Jakobus in Oeding. So naturnah wie möglich, lautet das Konzept. Die ersten Zaungäste sind bereits begeistert.

Man kennt es: Trecker oder Bagger ziehen die Kleinen magisch an. Auch an der Kita St. Jakobus arbeitet sich am Mittwochmorgen eine Baggerschaufel durch den Sand – gebannt verfolgt von den neugierigen Blicken der kleinen Kindergartenkinder auf der anderen Seite des Zaunes. „Wir haben schon extra Bänke aufgestellt“, sagt die Kita-Leiterin Lena Groß-Heynk. Sie lacht und freut sich über die ersten erkennbaren Ergebnisse auf der Baustelle neben dem Kindergarten.

„Die Erweiterung unseres Spielplatzes hat begonnen!“ Der Facebook-Post der Kindertagesstätte St. Jakobus im Familienzentrum Oeding drückt pure Freude aus. Nachvollziehbar, wie Dieter Bonhoff von der Verbundleitung in der katholischen Pfarrgemeinde St. Vitus St. Jakobus meint. Seit einer Woche starten die Teams nun durch – mit dem besonderen Blick für das naturnahe Spielen. Die Vorfreude steige entsprechend von Tag zu Tag.

Kirchengemeinde hat Grundstück erworben

Die Grundlage hatte die Kirchengemeinde St. Vitus & St. Jakobus mit dem Erwerb des entsprechenden Grundstücks geschaffen, erklärt Dieter Bonhoff. „Die Idee zu einer Erweiterung hat es schon länger gegeben, jetzt können wir sie endlich umsetzen“, so der Verbundleiter. Er schiebt gleich hinterher, dass der bisherige Zustand des Geländes bei der aktuellen Kinderzahl bereits den Vorgaben des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) entspreche.

Auf dem Entwurf wird deutlich: Alles wird so grün und naturnah wie möglich gestaltet.
Auf dem Entwurf wird deutlich: Alles wird so grün und naturnah wie möglich gestaltet. © Michael Schley © Michael Schley

Die neue Fläche wird naturnah gestaltet: Insbesondere freut sich Lena Groß-Heynk auf die gepflasterte Schleife. „Dann können die Kinder endlich mit ihren Fahrzeugen und Rollern Runden drehen“, erklärt Dieter Bonhoff. Bisher sei dies nur auf einem kurzen Stück am zweiten Eingang möglich, das „fehle total“. Auch sonst soll alles „so naturnah wie möglich“ werden.

„Kinder brauchen doch eigentlich keine so großen Spielzeuge. Die Natur gibt ihnen doch die Möglichkeiten zum Verstecken oder zum Toben“, weiß Bonhoff. So darf an manchen Stellen das Gras bewusst mal höher wachsen – „unser Dschungel“, ergänzt Groß-Heynk –, auch zwischen den Pflastersteinen soll das Grün sprießen dürfen.

Obstbäume bleiben erhalten und werden eingebunden

Ebenso wichtig: „Die alten Obstbäume erhalten wir natürlich und binden sie ein. Dort sollen die Kinder später mal Äpfel pflücken und verarbeiten“, so Lena Groß-Heynk. Auch verschiedene Beerensträucher sollen angepflanzt werden, ergänzt Dieter Bonhoff. Zum Beispiel Johannisbeeren oder Stachelbeeren.

Drumherum werden verschiedene Bereiche geschaffen: Reckstange, Balanciermöglichkeiten und Wackelbrücke soll es ebenso geben wie Rückzugsräume mit Holzpodesten – „unsere Ruheinseln“, erklärt Groß-Heynk – oder auch kleineren Liegeflächen, durchzogen von Hochbeeten. „Die Natur soll so bewusst wie möglich erfahren werden“, betont Dieter Bonhoff noch einmal.

Parallel wird auch auf dem bisherigen Spielplatz geschaffen. Eine Stufe vor dem Matschbecken wird zu einer Schräge, damit auch die kleineren Gäste bequem dort hineinsteigen können. Das Konzept sieht übrigens auch vor, dass „am Ende nicht alles fertig sein wird“, berichtet die Kita-Leiterin: „Die Kinder sollen das Gelände selbst gestalten und weiterentwickeln.“ Sie könne sich zum Beispiel Insektenhotels oder Blumenwiesen vorstellen. Erst einmal wolle man sich aber vom Ergebnis überraschen und dieses wirken lassen.

In sechs bis acht Wochen sollen die Arbeiten am erweiterten Spielplatz abgeschlossen sein. Das Grundstück hatte die Kirchengemeinde erworben.
In sechs bis acht Wochen sollen die Arbeiten am erweiterten Spielplatz abgeschlossen sein. Das Grundstück hatte die Kirchengemeinde erworben. © Michael Schley © Michael Schley

In sechs bis acht Wochen rechnet Dieter Bonhoff mit der Eröffnung des fertiggestellten neuen Spielplatzes. Parallel schiebt er das nächste Projekt bereits an: mehr Raum für die Kita St. Barbara.

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