Eine kreative Vogelscheuche beschützt das Hochbeet der Familie Temming Gröner. © Raphael Kampshoff
Gartentage Südlohn

Mit Video und Fotos: Riesige Resonanz auf Berliner Gartentage für Projekt in Indien

Riesiger Andrang herrschte am Sonntag bei der „Berliner Gartenrunde“ für einen guten Zweck in Südlohn. Vier Familien öffneten ihren Garten – und die Besucher nahmen das Angebot rege an.

Eine spontane Aktion von vier Südlohner Gartenfreundinnen brachte am Sonntag einen tollen Erfolg für die Nothilfe in der Corona-Pandemie an den Orden von Kaplan Pater Raju.

Erst vor knapp vier Wochen hatte Rita Wehr die Idee, ihren Garten zu öffnen. Sie sprach ihre Gartenfreundinnen, mit denen sie schon vor fünf Jahren zusammen in Berlin war – deshalb der Name Berliner Gartenrunde – an und schnell waren sich alle einig, dieses Projekt anzugehen. „Das war eine kurze und bündige Entscheidung”, sagte Rita Wehr am Sonntagabend.

Kleiner, aber vielfältiger Garten

Für Rita Wehr war es das erste Mal, dass sie ihren Garten öffnete und das Feedback, das sie bekam, war hervorragend. Ihr Garten war von den vier offenen Gärten am Sonntag der kleinste, aber die Besucher waren begeistert, dass auch ein kleiner Garten so vielfältig sein kann, und attestierten ihr, dass sich der Besuch gelohnt hätte.

Die ganze Familie war am Sonntag von 11 bis 18 Uhr mit eingespannt. Während Rita Wehr den Besuchern ihren Garten zeigte und Fragen beantwortet, kümmerten sich die Männer des Hauses um den Einlass und den Verkauf von kleinen Pflanzen.

Rita Wehr und die anderen Frauen der
Rita Wehr und die anderen Frauen der “Berliner Gartenrunde” waren rundum zufrieden mit der Resonanz auf ihre offenen Gartenpforte. Der Erlös ist für den guten Zweck. © Raphael Kampshoff © Raphael Kampshoff

„Petrus hat uns heute perfektes Wetter beschert. Der Regen heute Nacht hat den Garten nochmal richtig frisch gemacht, so dass es für jeden sichtbar war. Ich bin heute Abend einfach sprachlos”, fasste es Rita Wehr am Abend zusammen.

Lieber Gartenarbeit als Walken

Zufrieden mit dem Tag war auch die Familie Ening. Ihr großer Garten ist das größte Hobby von Marie-Luise Ening. „Andere gehen walken oder joggen, während ich in meinen Garten gehe. Die vielfältige Arbeit ist gut für den Körper und es gibt immer etwas zu tun. Wenn die anderen dann zurück sind, habe ich schon wieder was weggeschafft.”

Sie hatte schon einige Male Ihren Garten für Besucher geöffnet und immer was zu tun. Im Laufe des Sonntags wurden dann auch mitgebrachte Geschenke der Besucher passend in den Garten integriert.

Eine kleine Buddafigur schaut durch die Pflanzen in den Garten der Familie Wehr. © Raphael Kampshoff © Raphael Kampshoff

Auch Familie Temming Gröner hatte schon an offenen Gartentagen mitgemacht. Das letzte Mal aber vor mehr als 15 Jahren. Durch einen Umbau zu Hause war der Garten aber viele Jahre nicht mehr richtig hergerichtet. Erst seit dem letzten Sommer kann Maria Temming ihren Garten wieder so richtig bepflanzen. Seit dem Herbst pflanzt sie ihre Stauden wieder regelmäßig um.

„Ich bin immer viel im Garten, das entspannt mich und ich finde es schöner als die Hausarbeit. Jedes Jahr sieht es hier anders aus, es ist nie gleich”, sagte Maria Temming am Sonntag. Ihr Hobby teilt Sie sich inzwischen mit ihrer Tochter, die einen eigenen Teil zum Bepflanzen bekommen hat. Und auch die Enkelin zeigt schon ihren grünen Daumen.

Fotostrecke

Berliner Gartenrunde hatte ihr Gartentore geöffnet

Die Enkel von Elisabeth Huning sind es auch, die einige Besucher durch den Wienkamp führen. Sie zeigen ihre Lieblingsstellen im Garten, ihr Geheimversteck und die Kuschelecke.

Die Freude über den großen Andrang ist auch bei Elisabeth Huning richtig groß. „Ich habe in den letzten Wochen natürlich hier und da noch was am Garten gemacht, aber vieles wird über das Jahr verteilt gemacht, da es ja mein Hobby ist.”

Fast 2000 Quadratmeter gilt es in „Lisbeths Gorden” zu pflegen. Auf einer erhöhten Sitzfläche hat man dabei einen guten Überblick über den gesamten Garten.

Eine kleine Buddafigur schaut durch die Pflanzen in den Garten der Familie Wehr. © Raphael Kampshoff © Raphael Kampshoff

Am Sonntag bestaunte auch Pater Raju die vier offenen Gärten. „Ich war sehr überrascht über die kurzfristige Aktion und freue mich sehr darüber. Heute Nachmittag habe ich mir alle Gärten angeguckt und freue mich über die großartige Resonanz”, sagte er.

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