Musikkapelle Südlohn und Blow - brüderlich in Musik vereint

Freundschaftskonzert

Unter dem Motto "Hymns of Brotherhood" gestalteten am Samstagabend die Musikkapelle Südlohn und Blow, das Blasorchester Witten, ein Freundschaftskonzert in der Jakobihalle in Oeding.

Oeding

von Katrin Sarholz

, 17.04.2016, 18:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie lernten sich bei einem Wertungsspiel in Soest vor zwei Jahren kennen, bei dem beide Orchester mit gleicher Punktzahl endeten. Nach Planungsphase und einem Probenwochenende in Xanten konnte das Publikum nun das Ergebnis erleben.

Peppiges Schlagzeugsolo

Schwungvollen Auftakt des Abends bildete das Schülerorchester mit "Party Rock Anthem" und einem peppigen Schlagzeugsolo. Michael Sweeneys Arrangement von "Hey Jude" von den Beatles überzeugte das Publikum. Karsten Kemper moderierte locker und frisch das gemeinsame Stück mit dem Jugendorchester an - "Military Escort" unter dem klaren Dirigat von Daniel Bengfort. Mit einem "Wickie-Medley" und dem abwechslungsreichen "Concerto Dynamico" von Johann Nijs zeigte das Jugendorchester sein ganzes Können.

Mit Herzblut und Spielfreude

Das Hauptorchester unter der Leitung von Martijn Linderhof stellte sich mit "Dutch Masters Suite" von Johan de Meij vor. Das würde am besten beschreiben, wie sie sind, erklärte Manfred Wanning dazu. So präsentierten sie sich dann auch den begeisterten Zuhörern - total verrückt, aber mit viel Herzblut und Spielfreude bei der Sache, als das Orchester die drei von Meij vertonten Gemälde auf der Bühne lebendig werden ließen. Mit Gewehrschüssen in der "Nachtwache", sehnsüchtigem Warten auf den "Liebesbrief" in Cembalo- und Holzbläserklängen und einer wilden Party beim "Prinzentag", die sich in scheinbar völligem Chaos verlor, bevor das fulminante Finale erklang.

In den 80er-Jahren groß geworden

Blow aus Witten, durch eine Initiative des Rotary-Clubs entstanden, präsentierte sich mit "Where Eagles Soar", einer Komposition von Steven Reineke, die Assoziationen von amerikanischer Weite und Freiheit aufkommen ließ und "Man in the Ice" von Otto Schwarz, der die Entdeckung des Ötzi in musikalische Bilder übersetzte, eindrücklich dynamisch gespielt und mitreißend auf die Bühne gebracht unter der Leitung von Michael Eckelt. Mit "Eighties Flashback", einem flotten 80er-Jahre-Medley, beschrieb Vorsitzender Andreas Schremb die Mitglieder des Orchesters: Sie seien fast alle in dieser Zeit groß geworden.

Großartiger Klangkörper

Im zweiten Teil des Konzertes füllte sich die Bühne bis zum letzten Platz, als beide Orchester gemeinsam mit jeweils 60 Mitgliedern darauf Platz nahmen und das Thema des Abends "Hymn of Brotherhood" von Egbert van Groningen zu Gehör brachten. Anfängliche Irritationen wurden von den Orchestern gut aufgefangen, und unter wechselnder Leitung vereinigten sie sich in den folgenden Stücken zu einem großartigen Klangkörper.

Absoluter Höhepunkt war noch "Adiós Nonino" von Astor Piazzolla. Michael Eckelt spielte in dem argentinischen Tango gefühlvoll und meisterlich das Klarinettensolo, wunderbar getragen vom Orchester, dass sich auch in diesen Rhythmen zuhause fühlte.

 

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