Mutter von behindertem Kind appelliert an Landtagspräsidentin

SÜDLOHN Kindern mit Handicap grundsätzlich den Unterricht an einer Regelschule zu ermöglichen - mit diesem Anliegen wandte sich die Südlohnerin Corny Bennemann, Mutter der siebenjährigen Charlotte, die spastisch gelähmt ist, an Landtagspräsidentin Regina van Dinther, als diese kürzlich die Roncalli-Hauptschule in Südlohn besuchte.

06.03.2009, 17:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mutter von behindertem Kind appelliert an Landtagspräsidentin

<p>Die Südlohnerin Corny Bennemann (l.), Mutter von Charlotte, mit Bernhard Schemmer, CDU, Landtagspräsidentin Regina van Dinther und Stefanie Wiegand, SPD. Herbers</p>

"Es kann nicht sein, dass wir derart kämpfen müssen, damit wir die Bedingungen vor Ort bekommen, die wir brauchen", betonte Bennemann. Van Dinther erklärte, dass dem Wunsch der Eltern nach integrativen Kindergärten und Schulen vor Ort entsprochen werden müsse, betonte aber auch, dass das Land NRW weiterhin zweigleisig fahren wolle - und nicht gänzlich auf Förderschulen verzichte. Denn diese seien in bestimmten Fällen für eine gezielte Förderung nötig. "Wir haben hier eine hohe Dichte an Förderschulen im Kreis Borken", erläuterte die SPD-Landtagsabgeordnete Stefanie Wiegand und verwies damit auf den Umstand, dass kein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Förderschulen und Regelschulen, die Kindern mit Handicap offen stehen, bestehe. CDU-Landtagsabgeordneter Bernhard Schemmer sah die künftige Entwicklung optimistisch: "Noch vor Jahren war die Barrierefreiheit von Gebäuden für uns ein Thema. Heute ist das selbstverständlich. Das muss sich alles entwickeln." kh

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