Nach Brand: Wiederaufbau von Kraftfutterwerk für 14 Millionen Euro ist fast abgeschlossen

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Der Geruch von frischer Farbe ist für Stefan Nießing untrügliches Zeichen, dass das Schlimmste überstanden ist. Der Wiederaufbau des Kraftfutterwerks der AgriV ist fast abgeschlossen.

von Sven Kauffelt

Burlo/Südlohn

, 17.06.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min


„Das war eine lange und harte Zeit“, sagt der Geschäftsführer. Drei Jahre hat der Aufbau gedauert, nachdem am 11. September 2016 ein Brand die komplette Anlage zerstört hat.

Nun hat die AgriV die Eröffnung im Visier. Anders als sonst üblich, gibt es in Burlo aber schon Bier und Würstchen, bevor der erste Futtertransport befüllt worden ist. Am Wochenende 22. und 23. Juni wird gefeiert, möglichst Anfang September soll die Anlage wieder laufen.

Argumente für Standort

Dass sie überhaupt wieder läuft, war keinesfalls immer sicher, hat Nießing nun verraten. „Wir haben überlegt, ob wir überhaupt wieder hier an dem Standort aufbauen oder einen der anderen ausbauen“, so der Geschäftsführer.

Zwei Argumente hätten aus Sicht der Genossenschaft aber für Burlo gesprochen: „Wir sind hier mitten in der Region mit dem höchsten Veredelungsgrad bei der Schweinezucht. Und wir haben hier schon die Infrastruktur wie Silos und Getreide-Annahme stehen.“

Also gab es grünes Licht für den Wiederaufbau, der 14 Millionen Euro gekostet und drei Jahre gedauert hat. Über zwölf Millionen Euro gab es von der Versicherung, berichtet Nießing, dafür hat sich die Schadensregulierung aber auch sehr lange hingezogen und viel Zeit gekostet.

Produktion konzentriert

In Burlo konzentriert die AgriV ab September die Produktion von Schweinefutter, in Dingden die für Rinder. Dafür werde die Produktion in Barlo zurückgefahren, das Werk in Dorsten ist ab 1. Juli sogar ganz verkauft.

Futterproduktion und Abfertigung laufen in Burlo dafür auf modernstem Stand. „Das ist kein Werk von der Stange“, sagt Stefan Nießing. Davon sollen sich Besucher bei einem Tag der offenen Tür am Sonntag, 23. Juni, überzeugen können. Wenngleich die Maschinen an dem Tag noch nicht laufen werden, gibt es natürlich Führungen durch die Anlage. Rundrum gibt es ein Programm mit Musik, Essen, Trinken und einem Ferkelrennen.

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