Nachfahren von verstorbenem Briten legen Kranz an Absturzstelle in Oeding nieder

mlzFlugzeugabsturz im Hessinghook

Vor 75 Jahren stürzte ein britisches Militärflugzeug im Hessinghook ab. Sieben Menschen starben. Angehörige haben jetzt der Tragödie gedacht.

20.06.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der 17. Juni 1944 war ein Samstag. Den älteren Einwohnern im Hessinghook, wohl auch in der gesamten Grenzgemeinde, die das Kriegsende bewusst miterlebt hatten, dürfte dieser Tag in Erinnerung geblieben sein: Da stürzte nämlich ein britisches Halifax-Militärflugzeug im Hessinghook ab, nachdem es von einem deutschen Nachtjäger getroffen worden war.

In diesem Jahr ist dieser Tag ein Montag. Und es ist nun genau 75 Jahre her seit jenem Absturz. Zu diesem besonderen Anlass waren Kenny Walker, seine Frau Glenda und David Stamper in Begleitung von Gemeindearchivar Ulrich Söbbing und dem Heimatvereins-Vorsitzenden Siegfried Osterholt zur Erinnerungsstätte des Absturzes im Hessinghook gekommen.

David Stamper, der in Frankreich lebt, ist der Enkel von Percy Stamper, eines der sieben Besatzungsmitglieder der Halifax, die sämtlich beim Absturz ums Leben gekommen waren. Davids Onkel Percy war gerade einmal 23 Jahre alt, vier der übrigen Besatzungsmitglieder waren noch jünger.

Treffen mit dem Bürgermeister

Kenny Walker lebt im schottischen Edinburgh. Sein Cousin Ernest Oswald Walker war damals beim Absturz umgekommen. An diesem Montagmorgen, 75 Jahre nach der Tragödie, trafen sich die Angehörigen zunächst mit Bürgermeister Christian Vedder, der Kenny Walker bereits 2013 begrüßen konnte. Damals war er zur Einweihung der Erinnerungsstätte gekommen. Im Anschluss an den Besuch im Rathaus machten sich die drei Gäste auf den Weg zum Friedhof. Dort waren die sieben Soldaten zunächst beigesetzt worden, ehe sie nach Kriegsende endgültig auf dem britischen Ehrenfriedhof Reichswald bei Kleve begraben wurden.

Nachfahren von verstorbenem Briten legen Kranz an Absturzstelle in Oeding nieder

Seit sechs Jahren erinnert diese Plakette an den Absturz des britischen Militärflugzeugs am 17. Juni 1944. Sieben Besatzungsmitglieder verloren dabei ihr Leben.

Nach der Kranzniederlegung an der Erinnerungsstätte stand ein Besuch im Bürgerhaus an. Dort hat der Heimatverein einen Raum eingerichtet, der auch an den Zweiten Weltkrieg erinnert und durch den Siegfried Osterholt führte.

Diesen außergewöhnlichen Gedenktag beschlossen Das Ehepaar Walker und David Stamper mit der Fahrt nach Kleve zum britischen Ehrenfriedhof.

Es wird wohl nicht der letzte Besuch der britischen Gäste in der Grenzgemeinde gewesen sein, da sind sie sich sicher.

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