Negatives Pendlersaldo hat sich erhöht

IHK-Studie

SÜDLOHN Mehr Beschäftigte, aber nicht unbedingt mehr Arbeitsplätze – differenziert muss das Bild ausfallen, das eine neue Untersuchung der IHK Nord Westfalen vom Arbeitsmarkt und der Situation der Beschäftigten in der Gemeinde zeichnet.

von Von Thorsten Ohm

, 28.10.2009, 15:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Bundesstraße ist die Hauptschlagader für Pendler von und nach Südlohn. Ist sie durch Bauarbeiten gesperrt, spüren das viele Arbeitnehmer.

Die Bundesstraße ist die Hauptschlagader für Pendler von und nach Südlohn. Ist sie durch Bauarbeiten gesperrt, spüren das viele Arbeitnehmer.

Klar also, dass schon rein rechnerisch nicht alle in Südlohn lebenden Arbeitnehmer auch dort arbeiten können. Tatsächlich gibt es wie in jedem Ort allerdings eine weitaus größere Zahl von Auspendlern und Einpendlern: So hatten im Jahr 1998 insgesamt 1654 Menschen aus Südlohn und Oeding einen Arbeitsplatz außerhalb der Gemeinde. Dem gegenüber steuerten 1339 Arbeitnehmer täglich die Gemeinde auf dem Weg zur Arbeit an. Damit kam die Gemeinde Südlohn auf ein negatives Pendlersaldo von minus 315. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Auspendler noch weiter gewachsen: auf 2038. Das Pendlersaldo liegt dadurch aktuell bei minus 525.

Wohin fahren die auswärts arbeitenden Südlohner und Oedinger? Die meisten zieht es in die Nähe: 391 haben einen Arbeitsplatz in Borken, 386 in Stadtlohn. Auf den nächsten Plätzen rangieren Vreden (205) und Ahaus (175) als Arbeitsorte für Südlohner. Ebenso kommen die meisten der Einpendler aus den Nachbarstädten in die Gemeinde, um dort zu arbeiten: allein 226 aus Borken, 275 aus Stadtlohn und 172 aus Vreden. Deutlich verringert hat sich die Zahl derjenigen, die in der Gemeinde leben und arbeiten: Im Jahr 1998 galt dies für 1182 Menschen, im Jahr 2008 brauchten 957 die Gemeinde zum Arbeiten nicht verlassen.

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