Neue Regeln sollen Kostenbewusstsein bei Verbänden wecken

Vereinsförderung

Nun liegt er vor und soll morgen Abend im Kultur- und Sportausschuss beraten werden: der Entwurf zur Neuregelung der Förderung von Vereinen und Verbänden in der Gemeinde. Vereine, die jetzt auf einen Geldsegen von der Kommune hoffen, werden enttäuscht. Die Neuregelung hat als ein Ziel, eine gerechte, ausgewogene und angemessene Förderung der Vereine sicherzustellen.

SÜDLOHN

, 18.01.2016, 18:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Vogelzucht- und Liebhaberverein hat sich beim letzten Wiegboldfest präsentiert.

Der Vogelzucht- und Liebhaberverein hat sich beim letzten Wiegboldfest präsentiert.

In dem Entwurf werden dafür Richtlinien definiert, zum Beispiel Vereinsziele, die dem kulturellen, sportlichen und allgemeinen Wohl der Bevölkerung dienen. Erfreulich für viele Vereine und Verbände dürfte sein, dass der jetzt zur Beratung anstehende Entwurf der neuen Förderrichtlinie die Nutzung gemeindlicher Anlagen, Gebäude und Einrichtungen weiterhin kostenfrei stellt.

Aber: "Bei den Sportlern soll mehr Bewusstsein dafür geweckt werden, dass bei der Benutzung der Turn- und Sporthallen sowie der Jakobi-Halle Betriebs- und Energiekosten (Strom, Heizung, Wasser, Reinigung) entstehen", heißt es in der Richtlinie. Zur Begrenzung dieser Kosten sollen Mindestgrößen der einzelnen Sportgruppen eingerichtet werden.

Grundförderung

Die Förderrichtlinie umfasst insgesamt sieben Seiten und legt auch eine jährliche Grundförderung fest. Bei Vereinen mit bis zu 100 Mitgliedern sind das 100 Euro. Hat ein Verein mehr als 500 aktive Mitglieder, sind es 200 Euro im Jahr. Zuschläge von 200 Euro auf diese Förderung soll es für die Musikkapelle, die beiden Spielmannszüge und die Heimatvereine geben. Je jugendliches Mitglied steht außerdem ein Förderbetrag von sieben Euro in dem Entwurf.

Die Vereine erhalten die Fördermittel aber nicht ohne Gegenleistung: Von allen Vereinen und Verbänden wird erwartet, dass sie gelegentlich öffentliche Veranstaltungen durchführen, die dazu beitragen, das sportliche und kulturelle Leben in der Gemeinde zu bereichern. Zudem wird erwartet, dass die Vereine und Verbände sich bei Bedarf an der Ausgestaltung gemeindlicher Veranstaltungen unentgeltlich beteiligen, heißt es in der Richtlinie weiter. Sitzung des Kultur- und Sportausschusses, Mittwoch, 20. Januar, 18 Uhr, Sitzungssaal des Rathauses, Winterswyker Straße 1

Wettbewerbe und Schauen

Im Briefumschlag der Gemeinde bei Wettbewerben und Ausstellungen von örtlicher oder kreisweiter Bedeutung sollen künftig 100 Euro sein. Bei überörtlichem Charakter sollen es nach der neuen Förderrichtlinie 260 Euro sein. Bei Wettbewerben kommen 180 Euro für Pokale hinzu.

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