Noch eine Unterschrift fehlt

Südlohn/Oeding Das "Jugendwerk Südlohn-Oeding" steht in den Startlöchern. Doch die Beteiligten müssen sich weiter gedulden. Denn noch hat das Bistum Münster kein grünes Licht zu den Plänen gegeben.

18.01.2008, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Die "Oase" in Südlohn hat schon viel zu bieten. Künftig soll es noch mehr unterschiedliche Angebote geben.</p>

<p>Die "Oase" in Südlohn hat schon viel zu bieten. Künftig soll es noch mehr unterschiedliche Angebote geben.</p>

Ziel war zunächst, den Verein bis Ende 2007 auf die Beine zu stellen. Alle Beteiligten - Gemeinde, Kirchen und Arbeitsgruppe - haben dazu innerhalb eines knappen Jahres alle Voraussetzungen geschaffen. Die zuständigen Gremien haben eine Satzung entworfen, diskutiert und beschlossen. Der Gemeinderat hat Vertreter entsandt und die katholische und evangelische Kirche vor Ort ein positives Votum abgegeben.

Eckdaten entschieden

"Die wichtigsten Eckdaten sind entschieden", bestätigt Michael Hermes vom Fachbereich Kinder- und Jugendförderung des Kreises Borken. Was jetzt noch fehlt, ist eine Unterschrift: die von Bischof Dr. Reinhard Lettmann. "Vor knapp zwei Monaten haben wir die Satzung nach Münster geschickt. Der Bischof muss sie genehmigen. Wir haben einige Male nachgehört, doch bislang keine Rückmeldung erhalten", schildert Pfarrer Stefan Scho den Sachstand. Alle weiteren Fragen werden die Gremien erst nach der Gründung klären. Dann könnte auch die schon länger schwelende Frage nach der Stundenzahl der hauptamtlichen Mitarbeiter wieder auf den Tisch kommen. Bislang hatte es das Bistum Münster als Träger der offenen Jugendarbeit abgelehnt, die zwei halben Stellen für die "Oase" in Südlohn und das "Tipi" in Oeding auf zwei volle Stellen aufzustocken. Der Grund: die angespannte Finanzsituation des Bistums und fehlende Planungssicherheit durch den Kreis.

Ziel: zwei volle Stellen

"Gemeinde und Kreisjugendamt streben seit Jahren für beide Einrichtungen eine volle Stelle an", erklärte Herbert Schlottbom vom Bürgermeisterbüro. Der Kreis habe inzwischen eine längerfristige Finanzierungszusage abgegeben. Die Frage nach den Stellen könne das Jugendwerk jetzt neu beantworten, meinte Michael Hermes. Finanziert werden Personal- und Betriebskosten künftig zur Hälfte durch die Kirche und die Gemeinde sowie Zuschüsse. Kreis und Gemeinde haben schon reagiert. Schlottbom: "Durch Sonderzuschüsse haben wir auf 0,75-Stellen erhöht. Doch das Ziel zweier ganzer Stellen bleibt". kh

<p>Das Jugendwerk soll die offene Jugendarbeit in der Gemeinde auf eine neue Grundlage stellen. Auch die Jugendlichen im Jugendhaus "Tipi" in Oeding - im Bild mit Leiter Winfried Laurich (l.) - sind eingeladen mitzuplanen. MLZ-Fotos (2) Bütterhoff</p>

<p>Das Jugendwerk soll die offene Jugendarbeit in der Gemeinde auf eine neue Grundlage stellen. Auch die Jugendlichen im Jugendhaus "Tipi" in Oeding - im Bild mit Leiter Winfried Laurich (l.) - sind eingeladen mitzuplanen. MLZ-Fotos (2) Bütterhoff</p>

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