Oedinger Maibaum wird wegen des Coronavirus erst einmal eingelagert

mlzKein Fest

Der Maibaum wird wohl in diesem Jahr nicht mehr in Oeding aufgestellt. Die Organisatoren von der KAB haben ihn eingelagert. Auch hier ist mal wieder das Coronavirus schuld.

Südlohn

, 22.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie hatten es sich so schön vorgestellt: Nach langer Vorarbeit und noch längerer Planung wollten Erika Matschke, Ludger Meis und Johannes Ostendorf eigentlich spätestens in diesem Frühsommer den Oedinger Maibaum aufstellen. Doch auch diese Pläne hat das Coronavirus zunichte gemacht. „Ein Fest könnten wir ja im Moment nicht veranstalten“, sagt Erika Matschke.

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Der Baum wird deswegen erst einmal eingelagert. Fertig bemalt liegt er jetzt in einem Stall im Hessinghook. Gemeinsam haben die drei Organisatoren den Baum dort mit weiteren Mitstreitern am Dienstagabend abgeladen.

Plaketten für Spender und Sponsoren sind fertig vorbereitet

Auch die Plaketten der Vereine und Verbände, die das Projekt mit Spenden unterstützen, sind fertig vorbereitet – allerdings noch nicht montiert. Sogar die Winkeleisen für das Gestell liegen schon bei Ludger Meis in der Werkstatt. Eine letzte Plakette für Sponsoren ist noch frei. „Über weitere Spender würden wir uns natürlich trotzdem noch freuen“, sagt Erika Matschke augenzwinkernd. Sie könnten ja auch noch auf der Unterstützer-Tafel aufgeführt werden.

Ob es tatsächlich bis nächstes Jahr dauern wird, bis der Baum am Oedinger Rathausplatz aufgestellt wird, ist dabei noch gar nicht endgültig klar: „Es ist ja alles fertig, wir könnten sofort anfangen“, sagt Ludger Meis in der lockeren Runde an diesem Abend im Hessinghook. Man könne den Baum ja auch ohne ein Fest aufstellen. Dann würde er zumindest von allen Oedingern gesehen.

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Davon lässt er sich an diesem Abend auch nicht abbringen – obwohl er dafür noch keine Mehrheit unter seinen Mitstreitern findet. Die wollen den Maibaum lieber mit einem anständigen Fest aufrichten. Im Zweifel dann auch erst nach der Coronakrise im nächsten Jahr. Schließlich soll es ja auch ein Mai- und kein Junibaum werden.

Lange Vorplanung und Diskussion um den Maibaumstandort

Der Oedinger Maibaum, eigentlich ja ein eher überschaubares Projekt, hat schon eine lange Geschichte und einen Gang durch mehrere Instanzen in der Südlohner Politik und der Verwaltung hinter sich. Im Mai 2019 hatte die KAB Oeding einen kleinen Baum vor dem Bürgerhaus aufgestellt – rein provisorisch. Bei der Maimeile hatten die Mitglieder dann die Oedinger gefragt, ob sie sich für eine größere Ausgabe interessieren würden. Das Ergebnis: klare Zustimmung.

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Doch der gewünschte Ort für den Maibaum schob den Plan erst einmal aufs Parkgleis: Auf dem Festplatz in Oeding soll schließlich einiges umgebaut werden. Die Verwaltung gab das Thema an die Politik ab. Die beriet darüber erst im Kulturausschuss, vertagte die Standortfrage aber noch einmal in den Rat. Dort gab es schließlich grünes Licht für einen Standort vor der Jakobihalle.

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