Tim Tecker hat viel Unterstützung für sein Anliegen erfahren. Nun blickt der Oedinger gespannt der kommenden Ratssitzung am 25. August entgegen. © Michael Schley
Mehrgenerationenhaus Schlingewiese

Petition läuft: Schon 450 Bürger gegen geplanten „Klotz“ auf der Schlingewiese

Rund 450 Bürger haben die Online-Petition von Tim Tecker gegen die geplante Bebauung an der Schlingewiese schon unterschrieben. Der Oedinger blickt gespannt der kommenden Ratssitzung entgegen.

Auch nach einer Woche, in der die Online-Petition von Tim Tecker zur geplanten Bebauung an der Schlingewiese „scharf geschaltet“ ist, nimmt die Resonanz kein Ende. Noch am Mittwoch gingen weitere Stimmen ein, weit über 400 waren es am Mittag bereits – die in die Liste in der Apotheke eingetragenen Unterschriften noch gar nicht mit eingerechnet.

„Sicher 50 sind dem Artikel in der Münsterland Zeitung von Samstag zuzuschreiben, das läuft wirklich gut“, berichtet er. Davon zeuge die persönliche Ansprache oder die über Whatsapp. Die Zahl der Kommentare unter der Petition wächst parallel rasant weiter.

Das sogenannte Quorum, der Zielwert dieser Petition, ist schon lange erreicht. Das Quorum gibt für jede Petition an, wie viele Unterschriften aus der jeweiligen Region benötigt werden, damit Open-Petition von den zuständigen Entscheidungstragenden eine Stellungnahme einfordert.

Für Tim Tecker eine erfreuliche Nachricht, aber nicht die entscheidende. Vielmehr habe er die Aufmerksamkeit auf dieses Thema lenken wollen. Dadurch, dass dieses auf die Tagesordnung der kommenden Ratssitzung am 25. August genommen wird, habe er ein Etappenziel schon erreicht.

Fast die Hälfte aller Teilnehmer ist selbst betroffen

Die Analyse der Daten ist aufschlussreich: 44 Prozent der Teilnehmer an der Petition sind selbst betroffen und könnten in Zukunft betroffen sein. Das ist eine Aussage der Abstimmung.

Die gleiche Prozentzahl an Menschen würde das Anliegen aktiv unterstützen – entweder, indem sie Aktionen organisieren, oder indem sie andere vom Anliegen überzeugen. 95 Prozent der Unterstützung kommt aus Südlohn selbst. Wichtige Hinweise für Tim Tecker.

In über 100 öffentlich einzusehenden Kommentaren zur Petition wird bis Mittwochnachmittag Tim Teckers Anliegen unterstützt. „Manchmal wird schon scharf kommentiert, überwiegend aber sehr neutral und sachlich“, erklärt der Oedinger.

Die Hintergründe sind unterschiedlich: „Weil man den Personen im Oedinger Rathaus mal aufzeigen muss, dass Bürger, welche hier geboren und aufgewachsen sind, nicht alles erdulden werden“, schreibt zum Beispiel Robert Kocks.

Wieder ein anderer (Name nicht genannt) empfindet „das Konzept von Herrn Tecker als bürgernah und schlüssig, anders als das Konzept der Gemeinde“. So wie Anne Jägering denken viele: „Weil es mehr Grünflächen innerhalb einer Gemeinde geben muss und die Schlinge nicht noch mehr verbaut werden darf.“

Gerade die Anliegen junger Familien werden vertreten

Angesprochen werden eben genau die Chancen, die Tim Tecker am Beispiel des übergeordneten Spielplatzes für Oeding in der Schlingewiese sieht. Gerade junge Familien sehen parallel Änderungsbedarf am Spielplatzkonzept.

Edith Vahlenkamp fasst es zusammen: „Ein solch großer Wohnkomplex im Ortskern kann nicht die Lösung sein! Eine der letzten wenigen Grünflächen in der Ortsmitte darf nicht durch ein solches Bauvorhaben zerstört werden. Ich wünsche mir einen schönen Platz zum Spielen für die Kinder und einen Platz, der einlädt zum Verweilen!“

Viele weisen darauf hin, dass die Spielplatzsituation südlich der Ortsdurchfahrt aktuell unbefriedigend sei – gerade, weil sich dort viele junge Familien ansiedelten.

Tim Tecker blickt nun gespannt dem 25. August entgegen: „Ich werde in jedem Fall dort sein.“ Er würde es sich wünschen, wenn viele die Öffentlichkeit der Ratssitzung nutzten, um ihre vorgebrachten Anliegen zu vertreten.

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