Die Stimmung beim Public Viewing in Südlohn war laut Organisatoren bisher sehr gut. Doch die Pandemie dämpft das Event. © Katrin Sarholz
Fußball-Europameisterschaft

Public Viewing in Südlohn: Corona wird zum Event-Dämpfer

Public Viewing zur Fußball-Europameisterschaft gibt es natürlich auch in Südlohn. Doch so unbeschwert wie vor der Pandemie ist das Event nicht. Das zeigt die kleine Zwischenbilanz.

Die Vorfreude auf den Fußballklassiker Deutschland gegen England (Dienstag, 18 Uhr) bei der Fußball-Europameisterschaft (EM) steigt auch bei Christian Nagel, der zusammen mit Carsten Weitzell das Public Viewing in Südlohn organisiert. Doch Corona verpasst dem Event einen Dämpfer. Das haben die zwei ersten Spieltage gezeigt. Eine Zwischenbilanz.

Eigentlich wäre alles so einfach. 40 oder 50 Stehtische, eine große HD-LED-Leinwand und ausreichend Getränke – schon könnte das unbeschwerte Public Viewing starten. So wie bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Corona? Kannte noch keiner. Das ist jetzt anders. Das Virus wirkt als Dämpfer.

Viel Aufwand für die Organisatoren

„Der Aufwand ist riesig und es sind deutlich weniger Besucher als unter normalen Umständen“, bringt es Christian Nagel vom Hotel und Gasthaus Nagel auf den Punkt. Und doch betreibt er den Aufwand zusammen mit Carsten Weitzell (CW Veranstaltungstechnik) gerne, wie er sagt.

„Ganz ehrlich: Wir sind einfach froh, wieder unserer Arbeit nachgehen zu dürfen.“ Anspannung vor den Spielen habe er keine. Höchstens mit Blick auf das Ergebnis der deutschen Mannschaft, nicht aber auf etwaige Corona-Verstöße der Gäste auf dem Platz der Synagoge.

Gäste mit einer Ausnahme diszipliniert

„Bisher lief das mit einer Ausnahme wirklich reibungslos und sehr diszipliniert ab“, so Nagel. Die Ausnahme war die jüngst spontan durchgeführte Polonaise der Gäste. „Da habe ich mit dem DJ geschimpft, das geht zu dieser Zeit eben nicht“, bezieht der Organisator kritisch Stellung. So etwas werde auch nicht mehr vorkommen.

Vorkommen wird hingegen weiterhin die Vergabe der Bändchen am Eingang. Jeder Tisch darf mit maximal zehn Personen belegt sein und diese auch nicht bunt gemischt. Die Bändchen sind dabei auf die Anzahl der Tische abgestimmt.

Strenge Einlass-Auflagen

„Sind die Plätze belegt, kommt eben keiner mehr rein“, macht Christian Nagel deutlich. Eine Platzreservierung gibt es nicht. Dafür aber ist das Einchecken am Tisch mittels Luca-App verpflichtend. Stichwort Kontaktrückverfolgung im Fall der Fälle.

Rein kommen übrigens nur diejenigen, die zweimal geimpft oder genesen sind. Alternativ geht natürlich auch aktueller und negativer Corona-Schnelltest. Und genau das koste laut Nagel wohl auch Gäste. „Aus Gründen der Pandemiebekämpfung ist das mit den Tests absolut sinnvoll. Nur haben da nicht alle Lust drauf.“ Und blieben dementsprechend dem Event fern.

Euphorie noch nicht voll entfacht

Mehr als 400 Gäste dürfen aber ohnehin nicht zum Südlohner Public Viewing. Zum Vergleich: 2018 waren es weit mehr als doppelt so viele Gäste. Und vor zwei Jahren sei das „Fußballfieber“ auch deutlich früher ausgebrochen. Weit vor dem eigentlichen Turnier. So zumindest der Eindruck von Christian Nagel.

„Das nimmt gerade erst so langsam Fahrt auf. Es gibt noch Luft nach oben.“ Ob es an Corona oder der durchwachsenen Leistung der deutschen Nationalmannschaft liegt? Spekulativ. Die Vorfreude auf das Spiel am Dienstag trübt das bei Christian Nagel ohnehin nicht. Ab 17 Uhr ist Einlass.

Technik läuft einwandfrei

„Wir hoffen auf viele und vernünftige Gäste“, so der Organisator mit Blick auf die Einhaltung der geltenden Corona-Regeln. Auf die Technik können sich die Organisatoren schon mal verlassen. „Das läuft alles reibungslos, zum Glück“, so Nagel.

Und wie sieht es mit einem Tipp für das Spiel aus? Christian Nagel drückt es diplomatisch aus: „Wenn wir ins Elfmeterschießen kommen, dann gewinnen wir auch.“

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