Die CDU-Fraktion hat beantragt, die Verlängerung des Fuß-Radwegs an der Schlinge in Südlohn anzugehen. Im Umweltausschuss stieß sie damit auf offene Ohren. © Markus Gehring
Schlinge in Südlohn

Rad- und Fußweg entlang der Schlinge: erst sanieren, dann verlängern

Der Rad- und Fußweg entlang der Schlinge in der Südlohner Ortslage soll verlängert werden. Das hat die CDU beantragt. Die Gemeinde würde lieber erst das bestehende Teilstück sanieren.

Elisabeth Rathmer (CDU) brachte es auf den Punkt: „Der Lückenschluss muss das Ziel sein“. Die CDU-Fraktion hatte mit einem Antrag für den Umweltausschuss ein altbekanntes Thema wieder auf die politische Tagesordnung gebracht: Den Uferweg in Südlohn – und die gewünschte Verlängerung.

Von der Brücke hinter dem Modehaus Hollad bis zur Lohner Straße gibt es den Fuß- und Radweg entlang der Schlinge. Dieses Wegestück ist sanierungsbedürftig. Die Idee, die die CDU jetzt wieder nach vorne brachte, ist, den Weg am Flüsschen vorbei bis zur Eichendorffstraße auszubauen.

Grundstück für Verlängerung müsste Gemeinde noch kaufen

Bauamtsleiter Dirk Vahlmann konnte für das Projekt praktisch einen fertigen Plan aus der Schublade ziehen. Den hatte er vor zehn Jahren gezeichnet. „Das wurde nicht realisiert, weil das Grundstück nicht zur Verfügung stand“, erläuterte er in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses.

Zu dem Projekt gehörte aber auch eine „Aufweitung“ der Schlinge. So, wie der Fluss an Schürings Brücke schon mehr Platz bekommen hat, sollte es auch in dem Bereich passieren. Stichwort Renaturierung. Das habe die Kosten natürlich deutlich erhöht, so Vahlmann: 380.000 Euro waren seinerzeit veranschlagt.

Bürgermeister Werner Stödtke plädierte dafür, erst einmal mit der Sanierung des bestehenden Uferwegs anzufangen. Die Gemeinde werde wegen des Grundstücks noch einmal nachhören, sagte er auf Nachfrage von Dirk Valtwies (UWG), aber der Bürgermeister warb um Geduld: „Grundstücksgeschäfte sind langwierig, das geht nicht so von jetzt auf gleich.“

„Wenn wir nicht mal anfangen, passiert gar nichts“

„Wenn wir nicht mal anfangen, passiert gar nichts“, sagte Joachim Musholt (SPD). Das Renaturieren der Schlinge sei eine tolle Sache, aber man müsse sehen, wie viel Fördergeld generiert werden könne. „Fürs Dorfbild charmant“ bewertete Leo Schrote für die WSO-Fraktion das Projekt und signalisierte Unterstützung für den CDU-Antrag.

Die Gemeindeverwaltung erhielt den Auftrag, nach einem passenden Förderprogramm für die Sanierung und Renaturierung Ausschau zu halten. Die CDU hatte auf des Förderprogramm zur Nahmobilität aufmerksam gemacht.

Der Umweltausschuss empfahl, das Geld für das Projekt in den Haushalt einzustellen. Der Haupt- und Finanzausschuss wird dann über den Antrag beraten und letztlich der Gemeinderat, wenn es um den Haushalt für das Jahr 2021 geht.

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Anne Winter-Weckenbrock

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