Regionalplan setzt die Schere an

Flächenverbrauch

SÜDLOHN/OEDING. Wie viel Fläche braucht die Gemeinde künftig für die Ansiedlung von Gewerbe und für die Ausweisung von Wohngebieten? Mit dieser Frage beschäftigen sich nicht nur die Verwaltung und Politik vor Ort, sondern auch die bei der Bezirksregierung in Münster.

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 23.03.2011, 13:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das private Baugebiet "Auf dem Bülten" bietet neben dem Gebiet "Am Böwingkamp" zurzeit in Oeding Bauplätze für Eigenheime. In Bezug auf das Gebiet "Burloer Straße West" ist noch nicht alles geklärt - da heißt es weiter warten.

Das private Baugebiet "Auf dem Bülten" bietet neben dem Gebiet "Am Böwingkamp" zurzeit in Oeding Bauplätze für Eigenheime. In Bezug auf das Gebiet "Burloer Straße West" ist noch nicht alles geklärt - da heißt es weiter warten.

Der „Regionalplan“ wird neu aufgelegt – und darin legen die Mitarbeiter der Landesbehörde Wert darauf, dass landesweit weniger Fläche verbraucht wird. Auch für Südlohn heißt das: Abstriche machen beim langfristigen Blick in die Zukunft. Die Vorschläge der Regionalplaner, wo Fläche für die nächsten 15, 20 Jahre unverplant bleiben soll, stießen in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses zum Teil auf Gegenwehr. Dass die Flächen nördlich der geplanten Umgehungsstraße in Oeding und das Gebiet westlich des Baugebiets „Burloer Straße West“ nämlich nicht mit aufgenommen werden soll in den neuen Regioalplan, kritisierte Alois Kahmen (CDU).Potenzial hergeben für andere? Auch weniger Gewerbefläche wollte er nicht hinnehmen: „Wir können nicht nachvollziehen, dass wir Potenzial hergeben müssen für andere Gewerbegebiete wie am Flugplatz Wenningfeld oder an der A 31“, machte er deutlich. „Das haben wir so nicht auf uns zukommen sehen“, betonte Kahmen für die CDU und beantragte, dass die Stellungnahme der Gemeinde Südlohn erst in der Ratssitzung am 6. April verabschiedet werden sollte – wenn alle Fraktionen genügend Zeit gehabt haben, sich mit den „Vorher-Nachher“-Plänen zu beschäftigen. Diesem Antrag stimmte der Ausschuss letztlich zu – auch wenn der Regionalplan nicht von allen Ausschussmitgliedern derart kritisch gesehen wurde wie von Alois Kahmen. „Wir sind angehalten die Innenbereich voll zu machen“, verdeutlichte Stefanie Wiegand (SPD) einen Hintergedanken der Regionalplaner. „Und wenn alles voll läuft, könnten wir, wenn wir Bedarf nachweisen können, Flächen neu ausweisen lassen“, blickte sie auf die Möglichkeiten, die die Bezirksregierung in Aussicht gestellt hatte. "Vorher-Nachher-Pläne" Bauamtsleiter Dirk Vahlmann hatte die „Vorher-Nachher“-Pläne aufgelegt- Diese seien das Ergebnis von Gesprächen in der Gemeindeverwaltung, die durchaus „mit harten Bandagen“ geführt worden seien, wie Herbert Schlottbom als Stellvertreter des Bürgermeisters erläuterte. Um „Geben und Nehmen“ sei es gegangen. Dass punktuell verschoben werden könne, halte er für möglich, „aber dass wir zulegen können, eher nicht“, so Schlottbom.

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