Rettungswagen soll nicht mehr für Krankentransporte genutzt werden

Rettungswache Südlohn

Der Rettungswagen fährt in Notfällen raus. Damit der Wagen in Südlohn weniger für Krankentransporte eingesetzt werden muss, ist nun dort ein Krankentransportwagen länger einsatzbereit.

Südlohn

, 01.08.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Malte Groß Ahlert (links) und Silvio Kenkenberg vom DRK mit dem neuen Krankentransportwagen vor der Rettungswache in Südlohn.

Malte Groß Ahlert (links) und Silvio Kenkenberg vom DRK mit dem neuen Krankentransportwagen vor der Rettungswache in Südlohn. © Bernd Schlusemann

In manchen Fällen werden auch Rettungstransportwagen eingesetzt, wenn es um „einfache“ Krankentransporte geht. Kommt dann ein Notfall dazwischen, müssten Rettungswagen aus Stadtlohn oder Ahaus aushelfen. Weil das nicht im Sinne des Erfinders ist, sind nun die Zeiten ausgeweitet worden, in denen in der Südlohner Rettungswache an der Robert-Bosch-Straße ein Krankentransportwagen steht – oder eingesetzt werden kann.

Jetzt lesen

Wie der Kreis Borken mitteilte, sind in den vergangenen Monaten die sogenannten „Vorhaltezeiten“ für Krankentransportwagen (KTW) deutlich ausgeweitet worden, nicht nur in der Rettungswache Südlohn, auch in der Rettungswache Gescher. Es geht um insgesamt 4976 Stunden pro Jahr. Damit ist ein wichtiger Teil des neugefassten „Rettungsdienstbedarfsplans des Kreises Borken“ umgesetzt worden, so der Kreis Borken.

Der Krankentransportwagen (l.) und der Rettungstransportwagen an der Südlohner Rettungswache.

Der Krankentransportwagen (l.) und der Rettungstransportwagen an der Südlohner Rettungswache. © Bernd Schlusemann

Diese Ausweitung entlastet die Rettungstransportwagen (RTW), die vordringlich für die Notfallrettung zur Verfügung stehen, aber auch für Krankentransportfahrten eingesetzt werden. Beide Wachen werden vom Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Borken, im Auftrag des Kreises Borken als Rettungsdienstträger betrieben.

Kreistag hat für eine Erweiterung der Zeiten gestimmt

Der Kreistag hat in seiner Sitzung vom 12. März 2020 den Rettungsdienstbedarfsplan für den Kreis Borken fortgeschrieben. Dabei wurde die Vorhaltezeit für die Rettungswache in Südlohn um 2.056 Stunden pro Jahr erhöht. Der Krankentransportwagen stand dort ursprünglich täglich acht Stunden – in der Zeit von 14 bis 22 Uhr – zur Verfügung. Nun lauten die erweiterten Zeiten: montags bis freitags von 6 bis 22 Uhr sowie auch samstags, sonntags und an Feiertagen von 14 bis 22 Uhr.

Jetzt lesen

Und es geht natürlich nicht nur um das Fahrzeug, sondern auch um Personal. Wie Jürgen Rave vom DRK-Kreisverband Borken auf Anfrage der Münsterland Zeitung erläuterte, gehören zu einem Krankentransportwagen ein Rettungshelfer als Fahrer sowie ein Rettungssanitäter als Transportführer.

Der Rettungstransportwagen in Südlohn steht 12 Stunden am Tag zur Verfügung, von 8 bis 20 Uhr rückt der Wagen mit Besatzung zu Unfällen und Notfällen von der Robert-Bosch-Straße aus aus.

Optimierungen auch in Gescher

In Gescher wurde ein zusätzlicher Krankentransportwagen installiert, der neben dem rund um die Uhr verfügbaren Rettungstransportwagen nun 2920 Stunden pro Jahr vorgehalten wird. Täglich zwischen 8 und 16 Uhr ist die Wache besetzt.

Reagiert wurde in Gescher auch auf die räumlich beengte Situation in der Rettungswache Gescher: Gemeinsam mit der Stadt Gescher werden an der Wache Container als Umkleiden und Lagerräume aufgestellt.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt