Rundbau schützt Radler

Oeding Ein empfindlich kühler Nordostwind lässt die allmählich braun werdenden Maispflanzen im Ebbinghook rascheln und wirbelt das Laub auf den Wirtschaftswegen im Kreis herum. Das passende Szenario zum Bau einer neuen Schutzhütte - ganz offenbar.

28.09.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jedenfalls sind hier im Hook unmittelbar an der Baumwollstraße in Höhe des Hofes Siems, wo der Radweg auf die alte Vredener Straße trifft, fünf Männer des Heimatvereins eben damit beschäftigt. Manfred Harmeling, der Vorsitzende, und seine Co-Baumeister entwickeln sich allmählich zu "Serientätern", was die Konstruktion dieser schmucken Refugien für Radler und Wanderer angeht: Nach den beiden Hütten im Sibbinghook und im Hessinghook ist diese hier im Ebbinghook nun bereits die dritte ihrer Art.

Kleinere Ausmaße

Es wird wieder ein sechseckiger Rundbau, darauf haben die Fachleute des Heimatvereins offenbar eine Art Patent. Nur fällt das Bauwerk dieses Mal ein wenig kleiner aus als die beiden anderen Schutzhütten. "Wir machen das diesmal in Kooperation mit dem Amt für Agrarordnung in Coesfeld", erläutert Manfred Harmeling, "Und die haben und gesagt, wir sollten die Größe etwas beschränken." Das werde wohl mit der Nähe zur Hauptstraße zu tun haben, mutmaßt der Vorsitzende. Aber ansonsten wird alles wie gewohnt solide und handwerklich perfekt ausgeführt. Im August hat man die Fundamente hergerichtet. Dann kam das Holz für die Ständer, die Verkleidung und für die Dachkonstruktion, und die Dachpappe ist auch bereits verlegt. In Sichtweite liegt ein dicker Stapel grün eingefärbter Dachschindeln aus Bitumen. Die werden auch noch verlegt.

Die Männer sind derzeit dabei, feine schwarze Asche rund um den Hütten-Neubau zu verteilen. Das wird die Basis für die Pflasterung des Vorplatzes und des Innenraums der Schutzhütte.

Nebenan auf einem kleinen PKW-Hänger tuckert ein Stromaggregat. Die Hüttenbauer sind hier völlig autark: Die Schutzhütten - die sich schon zu einem Markenzeichen der Gemeinde entwickelt haben - liegen in aller Regel mitten in der Landschaft. Die Steckdose um die Ecke fehlt daher.

Gut ausgerüstet

Und Bohrmaschine, Säge und Elektrotacker sind schon mal wichtige Utensilien beim Hüttenbau. Daher hat sich der Heimatverein nun auch ein eigenes Aggregat angeschafft. Zuvor mussten sie sich für die Baustellen immer eines leihen...

Heißt das nun, dass noch die eine oder andere Hütte kommt? Manfred Harmeling winkt schmunzelnd ab: "Nee, nach dieser ist erstmal Feierabend. Im Moment reicht das." geo

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