So schwierig scheint die Sache mit den Spielplätzen gar nicht zu sein

mlzKommentar

Die Planung zu den Spielplätzen im Ort sorgt immer wieder für Diskussionen. Lesen Sie dazu unseren Kommentar

Südlohn

, 22.02.2019, 16:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wenn eine Nachbarschaft sich um einen Spielplatz in ihrem Quartier kümmern möchte, ist deren ehrenamtliches Engagement natürlich gar nicht hoch genug zu bewerten. Das befreit die Gemeinde aber nicht von einer ganzheitlichen Planung.

Und – das darf man dabei nicht vergessen – beide Ortsteile sind nicht so groß, als dass Eltern und ihre kleinen Kinder nicht ein paar Meter zu Fuß oder mit dem Rad zu einem Spielplatz zurücklegen könnten. Die Gemeinde sollte sich auf die übergeordneten Spielplätze konzentrieren und sie entsprechend besser ausstatten. Was hilft es, wenn an jeder Ecke in den beiden Ortsteilen die gleichen – eher langweiligen – Spielgeräte herumstehen?

Sprechenden Leuten kann geholfen werden

Der Spielplatz, der in Südlohn und Oeding ständig als Paradebeispiel genannt wird, liegt in Weseke an der Holthausener Straße. Dort hat die Stadt Borken vor zwei Jahren insgesamt rund 74.000 Euro für Spielgeräte, Erdarbeiten und Pflanzen ausgegeben. Deutlich weniger als jetzt für die St. Vitusschule vorgesehen ist. So eine attraktive Anlage wäre also auch in Südlohn oder Oeding möglich. Es geht also. Vielleicht sollten sich die Planer in Südlohn also dort einmal Amtshilfe holen.

Dann noch die Idee, auf die Wünsche von Eltern und Kindern einzugehen. Alois Kahmen hat es auf den Punkt gebracht: Sprechenden Leuten kann geholfen werden. Richtig. Diese Leute brauchen aber ein Signal, wohin sie sich wenden können. Auch da ist leider wieder – die stark ausgelastete – Verwaltung gefragt: Sie darf sich nicht darauf verlassen, dass Bürger ihre Wünsche von selbst mitteilen. Sie muss ganz einfach nachfragen, was die Leute wollen. Denn wie war das noch? Sprechenden Leuten kann geholfen werden.

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