"Somit" hat Zukunft

Finanzierung für 2015 gesichert

Der Fortbestand des Tourismus- und Marketingvereins „Somit“ ist für 2015 finanziell abgesichert: Der Gemeinderat hat am Mittwochabend mit großer Mehrheit die notwendigen Gelder für das nächste Jahr beschlossen.

SÜDLOHN

, 25.09.2014, 18:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Gemeindemarketing Somit hat Zukunft - nur soll er anders aufgestellt werden.

Der Gemeindemarketing Somit hat Zukunft - nur soll er anders aufgestellt werden.

Das wollte der CDU-Fraktionsvorsitzende Hermann-Josef Frieling nicht gelten lassen: Das Beispiel Stadtlohn zeige, dass die steuerlichen Fragen auch mit einem selbstständigen Marketingverein lösbar seien. Vedder hingegen mahnte: „Es bleibt ein gewisses Risiko, darauf muss ich als Bürgermeister hinweisen.“ Im Vorfeld der Sitzung hatte sich die CDU mit UWG, SPD, Grünen und FDP auf einen gemeinsamen Antrag geeinigt, der vom Rat mit 18 Stimmen bei zwei Gegenstimmen und vier Enthaltungen angenommen wurde.

In dem Beschluss spricht sich der Rat für einen eigenständigen Marketingverein mit neuen Strukturen aus. Vertreter des Gemeinderates sollen aber künftig Sitz und Stimme in der Mitgliederversammlung haben. Bislang ist nur der Bürgermeister als geborenes Mitglied vertreten. Der Rat sprach sich zudem für die Einbindung von Werbegemeinschaft und Gewerbeverein in die neuen Vereinsstrukturen aus. Frieling: „Der Neuanfang ist ein Einladung an alle, die mitmachen wollen.“ Aspekte des Einzelhandels, des Gewerbes, der Gastronomie und des Tourismus sollen in Arbeitsgruppen gestaltet werden.

Die erste wichtige Wegmarke für den Marketingverein sei die große Gewerbeschau im Jahr 2016. Ein neuer Vereinsname soll nach den Worten Frielings nicht nur den Neustart dokumentieren. Er müsse – anders als „Somit“ – auch deutlich machen, um welche Gemeinde es geht. Zur Finanzierung des „alten/neuen“ Marketingvereins will der Rat 2015 die gleiche Summe bewilligen wie 2014, nämlich knapp 60 000 Euro. Zusätzlich hat der Rat einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 4000 Euro in Aussicht gestellt. „Somit“ hatte 8000 Euro beantragt.

In dem Beschluss heißt es weiter: „Unabhängig von den öffentlichen Mitteln sind zukünftig größere private Einahmen sicherzustellen“. Frieling fügte lakonisch hinzu: „Woher auch immer.“ Johann Brüning und Rolf Stödtke (beide SPD) stimmten gegen den Antrag. Brüning übte scharfe Kritik am Marketingverein. „Es gibt immer nur Zuschussanträge, aber wenig Leistung. Wir sollten einen Schnitt machen.“ Stödtke sprach sich dafür aus, das Gemeindemarketing im Rathaus anzusiedeln. Alois Kahmen (CDU) und Maik van de Sand (Grüne) lobten hingegen die bisher geleistet Somit-Arbeit. Kahmen: „Jetzt wollen wir das Marketing gemeinsam weiterentwickeln.“

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