Sportausschuss stellt Weichen für Kunstrasenplatz

Gemeinsame Nutzung

Die Fußballsportler in der Gemeinde können sich auf neue Möglichkeiten freuen: 300.000 Euro öffentliche Mittel sollen in die Schaffung eines Kunstrasenplatzes fließen.

SÜDLOHN

, 02.12.2016, 18:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kunstrasen statt Asche: Der Tennenplatz dürfte bald der Vergangenheit angehören.

Kunstrasen statt Asche: Der Tennenplatz dürfte bald der Vergangenheit angehören.

Ein lang gehegter Wunsch der fußballtreibenden Vereine könnte damit schon in absehbarer Zeit Wirklichkeit werden. Der Kultur- und Sportausschuss hat in seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch die Weichen dafür gestellt - jetzt muss nur noch der Gemeinderat sein OK dafür geben.

Wie sieht das Konzept für den Kunstrasenplatz aus? Entstehen soll er dort, wo sich heute noch der sogenannte Tennenplatz befindet: an der Doornte im Ortsteil Südlohn. Die offizielle Verantwortung für den Kunstrasenplatz wird beim SC Südlohn liegen. Der Verein erhält einen einmaligen Zuschuss zu den Investitionen in Höhe von 150.000 Euro; darüber hinaus fließen jeweils 15.000 Euro zehn Jahre lang. Damit summiert sich die Unterstützung durch die Gemeinde Südlohn auf insgesamt 300.000 Euro; anvisiert ist ein Kostenrahmen von insgesamt 460.000 Euro. Einstimmig empfahl der Ausschuss dem Rat, so zu verfahren.

Gemeinsame Nutzung

Die Politiker knüpften dies jedoch an eine wichtige Bedingung: Sie setzen für das Bereitstellen der Mittel voraus, dass sich der SC Südlohn und der FC Oeding schriftlich in Form eines Vertrags einigen über Art und Umfang der gemeinschaftlichen Nutzung.

Dieser Vertrag ist bereits auf dem Weg, berichtete Volker Sparwel vom Gemeindesportverband. Der Entwurf werde in beiden Vereinen diskutiert. Vorgesehen sei, dass sich die Vorstände von FC und SC treffen, um die letzten Feinheiten zu klären. Grundsätzlich bestehe aber bereits Konsens: "Es geht praktisch nur noch um eins, zwei Formulierungen."

Hoher Eigenanteil

Der SC Südlohn hatte ein Finanzierungskonzept zur Umwandlung des Tennenplatzes in einen Kunstrasenplatz vorgelegt. Der Verein hatte darin seine Bereitschaft erklärt, einen hohen Eigenanteil an der Finanzierung zu übernehmen. In seinem Schreiben hatte der SC auch noch einmal die Bedeutung betont, die ein solcher Platz habe: "So besteht die Chance, den Fußballern des FC Oeding und des SC Südlohn auch in Zukunft eine zeitgemäße und angemessene Infrastruktur für den Trainings- und Spielbetrieb bieten zu können."

Der Verein zeigte sich zuversichtlich, eine einfache und unkomplizierte Regelung für die gemeinsame Nutzung durch beide Vereine zu finden. Die aktuelle Zusammenarbeit zwischen SC und FC im Jugendbereich und bei den Alt-Herren zeige, wie gut beide Vereine jetzt schon miteinander kooperierten und gemeinsam aktiv seien.

Lob für Zusammenarbeit

Die Vertreter der Politik gaben Rückendeckung für die Unterstützung durch die Gemeinde. Nicht zuletzt, weil sich ein Kunstrasenplatz einfügt in die Zukunftsplanungen für den Sportstandort Gemeinde Südlohn. So berichtete Michael Schichel (CDU) von einem offenen Austausch über diese Frage. Bedenken hinsichtlich der Kosten seien aufgegriffen worden; so könne seine Fraktion der favorisierten Verfahrensweise für die Finanzierung zustimmen.

Lob für die Zusammenarbeit der beiden großen Sportvereine der Gemeinde hatte Ludger Rotz (UWG) parat: Wenn diese zu einem Konsens gefunden hätten, sollte der Kunstrasenplatz auch realisiert werden. Susanne Rickers (Grüne) richteten den Blick darauf, das Zustandekommen einer schriftlichen Vereinbarung als Voraussetzung für den Zuschuss in den Beschluss aufzunehmen. "Das ist eine absolute Bereicherung für unsere Gemeinde", freute sich SPD-Vertreter Siegfried Reckers über den Beschluss.

Lesen Sie jetzt