Spuren an Böden und Schuhen: Fallschutzkies auf Grundschul-Spielplatz wird zum Ärgernis

mlzSt. Vitus-Grundschule

Dreckige Böden und Schuhe: Sandpartikel auf dem verarbeiteten Fallschutzkies auf dem Spielplatz an der St. Vitus-Grundschule sorgen für Ärger. Die Gemeinde ist daraufhin aktiv geworden.

Südlohn

, 05.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Großer Beliebtheit erfreut ich seit dem laufenden Schuljahr der neu gestaltete Spielplatz an der St. Vitus-Grundschule – gäbe es da nicht einen kleinen Makel: der verarbeitete Fallschutzkies. Die darauf sitzenden Sandpartikel sorgten bei den Eltern, aber auch beim Reinigungspersonal für gesteigerten Frust. Diese wurden nämlich mit nach Hause und ins Schulgebäude getragen – und hinterließen mitunter böse Spuren an Böden, aber vor allem an den Schuhen. Die Gemeinde als Schulträger ist auf Nachfrage bereits tätig geworden, um Abhilfe zu schaffen.

Rückmeldungen von Eltern und Kindern

„Rückmeldungen von Eltern und Kindern haben uns auf die Problematik aufmerksam gemacht, die durch die aktuelle Nässe noch verstärkt wurde. Das Thema wurde auch im Schulparlament behandelt“, berichtet Schulleiterin Friederike Voß. Daraufhin sei man an den Schulträger, die Gemeinde, herangetreten, um den Nachbesserungsbedarf kundzutun.

Fotos von betroffenen Schuhen einiger Schulkinder waren ebenfalls dem Elternpflegschaftsvorsitzenden Eckhard Wienken gezeigt worden: „Die Spuren an den teils sehr verdreckten Schuhen waren schon deutlich auf die Nutzung des Spielplatzes zurückzuführen. Das ist natürlich unschön und kann zu einem Kostenfaktor werden.“ Der betroffene Bereich solle nachträglich „felderweise abgewaschen werden“, gibt Friederike Voß die Aussage der Gemeinde wieder.

Bauhof ist tätig geworden

Das bestätigt Dirk Vahlmann, Leiter des Amtes Planen und Bauen im Rathaus: „Wir haben erfahren, dass sich wohl eine Mutter bei der Schulleitung beschwert hatte. In der Folge hat uns die Schulleitung informiert. Der Bauhof wurde daraufhin beauftragt, den Kies sukzessive mit Wasser zu beregnen und somit abzuwaschen, damit die Sandpartikel als Verursacher in tiefere Schichten absickern.“

Dass es sich dabei um einen Mangel im Zuge der Baumaßnahme handelt – dass zum Beispiel falscher Kies angeliefert worden sei –, verneint er. Fallschutzkies sei eine „sehr gute und saubere Sache“. Zur Erklärung: Kies als Bodeneindeckung muss als Fallschutzkies gemäß DIN-Norm zertifiziert sein, dafür braucht es gegebenenfalls einiger Waschungen. Er gilt als sehr beliebt – nicht zuletzt wegen seiner guten Wasserdurchlässigkeit.

Fallschutzkies war ausdrücklicher Wunsch

Im Zuge der Planung des Neubaus des Spielplatzes habe man gemeinsam mit der Schulleitung verschiedene Alternativen für die Bodeneindeckung durchgespielt, erklärt der Bauamtsleiter. Unter anderem wurde über Rindenmulch nachgedacht, dieser werde mit der Zeit aber auch „gammelig“, so Dirk Vahlmann. „Letztlich war es ausdrücklicher Wunsch der Schulleitung, Fallschutzkies zu verarbeiten.“ Nach der unternommenen Maßnahme durch den Bauhof sei nun mit keiner Beeinträchtigung – zum Beispiel im Schulgebäude – mehr zu rechnen.

Ob die Maßnahme ihre Wirkung nachhaltig erzielt, davon zeigt sich Eckhard Wienken noch nicht überzeugt: „Wir hatten nun vier Wochen Regen. Das hat auch nicht wirklich etwas gebracht.“ Er hoffe, dass die Steine mit entsprechendem Druck abgespült worden sind.

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