Statistik zeigt, was ein Eigenheim in Südlohn und Oeding kostet

mlzGrundstücksmarktbericht

Wieviel Geld müssen Südlohner und Oedinger für den Traum vom Eigenheim bezahlen? Der Grundstücksmarktbericht des Kreises liefert Antworten. Die Gemeinde will einige Planungen überdenken.

Südlohn

, 27.04.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Grundstücksbericht des Kreises Borken fasst auch für Südlohn und Oeding die aktuelle Entwicklung rund um den Immobilienmarkt in der Gemeinde zusammen. Ein paar Eckpunkte aus dem über 180 Seiten starken Papier:

? Wie viele Grundstücke und Immobilien wurden in Südlohn und Oeding verkauft?

Die Statistik verzeichnet für das Jahr 2019 in Südlohn und Oeding 135 Immobilien- und Grundstücksverkäufe. Dabei wurden 46 bebaute Grundstücke, und 55 unbebaute Grundstücke verkauft. In 16 Fällen wurden Grundstücke im Erbbaurecht veräußert, in 18 Fällen ging es um Wohnungs- oder Teileigentum. Bei einer Gesamtfläche von 190.870 Quadratmetern wurden dafür rund 19,71 Millionen Euro bezahlt.

? Wie steht die Gemeinde im Vergleich da?

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Zahlen in Südlohn und Oeding leicht gesunken. 2018 verzeichnet die Statistik insgesamt 146 Verkäufe. Mit den aktuellen Zahlen kann sich die Gemeinde mit Reken (154), Velen (142), Raesfeld (127) und Gescher (119) messen. Kreisweit wurden 3416 Grundstücke und Immobilien verkauft. Die meisten in Gronau (595), Borken (557) und Ahaus (415).

? Wie viel kostet denn nun ein Quadratmeter Baugrundstück in Südlohn und Oeding?

Beim sogenannten Bodenrichtwert handelt es sich natürlich nur um einen Durchschnittswert. In mittlerer Lage liegt der Quadratmeterpreis für beide Ortsteile bei 130 Euro pro Quadratmeter. Darin sind Kosten für die Erschließung noch nicht enthalten. Die einzelnen Bodenrichtwerte unterscheiden sich dabei relativ wenig: In Südlohn pendeln sie mit wenigen Ausreißern zwischen 125 und 150 Euro. In Oeding liegen sie im Mittel zwischen 120 und 140 Euro.

? Das bedeutet im kreisweiten Vergleich?Preislich liegen Südlohn und Oeding im günstigeren Mittelfeld. Am teuersten sind Grundstücke aktuell in Heiden (225 Euro) und Raesfeld (210 Euro). Am günstigsten in Schöppingen (93 Euro) und Legden (104 Euro).

? Und was kostet ein fertiges Ein- oder Zweifamilienhaus?
Die Statistik fasst dazu die Gemeinde Südlohn mit den Städten Gescher und Velen zusammen. Ein- und Zweifamilienhäuser, die zwischen 1975 und 1994 gebaut wurden, kosteten demnach im Schnitt 273.073 Euro. Gebäude mit Baujahr von 1995 bis 2009 lagen mit 275.686 Euro leicht darüber. Dabei wurde die Wohnfläche etwas größer (146 statt 142 Quadratmeter). Gleichzeitig schrumpfte die Grundstücksgröße von 677 auf 498 Quadratmeter.

? Wie hoch ist die Miete in Südlohn?Beim Mietpreis gehen die Daten natürlich weit auseinander. Für Ein- und Zweifamilienhäuser unterteilt die Statistik sowohl nach dem Baujahr als auch nach der Lage. Mitpreise pro Quadratmeter reichen von 2,75 Euro pro Quadratmeter in Häusern bis Baujahr 1949 und einfacher Ausstattung bis 6,55 Euro pro Quadratmeter in Häusern, die nach 2011 gebaut wurden und gehobener Ausstattung.

? Was ist in der Gemeinde im Moment überhaupt noch möglich?

Die Kämmerin Birgit Küpers hat das in ihrem Finanzzwischenbericht zusammengefasst: Für Oeding: So verläuft aus ihrer Sicht der Verkauf der Grundstücke im Baugebiet Burloer Straße West gut. Dort gibt es allerdings nur noch sieben Grundstücke. Für weitere Grundstücke im Randbereich stehen noch Planungen und Kalkulationen aus. Wie sich die Nachfrage durch die Corona-Krise weiterentwickle, kann sie natürlich nicht abschätzen. Das bleibe abzuwarten.
Für Südlohn gibt es aktuell keine freien Grundstücke der Gemeinde mehr. Alle Flächen im fünften Abschnitt des Baugebietes Scharperloh sind verkauft.

? Passen die Grundstücksgrößen?

Grundstücke mit mehr als 600 Quadratmeter seien kaum noch zu vermarkten, erklärt die Kämmerin in ihrem Bericht. Deswegen solle geprüft werden, die Planungen für das Gebiet Scharperloh II zu überarbeiten.

Übrigens: Südlohn und Oeding sind vergleichsweise dicht besiedelt: 203 Einwohner kommen auf einen Quadratmeter Fläche. Unter den kleineren Gemeinden im Kreis Borken nimmt Südlohn damit die Spitzenposition ein. Dichter besiedelt sind nur die Städte. Im Kreisdurchschnitt liegt die Bevölkerungsdichte bei 260,9 Einwohnern pro Quadratkilometer.

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