Die Altpapiertonne wird im nächsten Jahr Gebühren kosten: 3,48 Euro werden den Südlohner Haushalten für die Entsorgung von bis zu 240 Litern Papier berechnet. In den vergangenen Jahren gab es keine Gebühren, sondern Erlöse für die Gemeinde für das Altpapier. © Bernd Schlusemann
Gebühren in Südlohn

Südlohner haben 2020 mehr Müll produziert – die Gebühren steigen 2021

Was hat Corona mit Müllgebühren zu tun? Das Aufräumen zu Hause hat zum Beispiel für mehr Sperrmüll gesorgt. Und damit für mehr Deponiekosten, die jetzt über Gebühren beglichen werden müssen.

Mal gute und mal weniger gute Nachrichten gibt es für die Südlohner Haushalte. Für die Abfallbeseitigung muss im nächsten Jahr im Schnitt mehr bezahlt werden. Im Gegenzug erhöhen sich aber die Kosten für die Straßenreinigung nicht.

Kämmerin Birgit Küpers hatte zur konstituierenden Ratssitzung im Mitte November ihre Kalkulation vorgelegt. An Straßenreinigungsgebühren müssen die Anlieger auch 2021 pro laufendem Meter an Anliegerstraßen 1,01 Euro, an innerörtlichen Straßen 91 Cent und an überörtlichen Straßen 81 Cent an die Gemeinde zahlen.

„Erhebliche Mehrmengen im Sperr- und Restmüllbereich“

Was die Abfallentsorgung angeht: Da spielt die Corona-Pandemie in die Gebührenerhöhung hinein. Denn: Es waren im Jahr 2020 erhebliche Mehrmengen im Sperr- und Restmüllbereich zu verzeichnen“, hatte die Kämmerin festgestellt. Die Südlohner waren mehr zuhause und produzierten dort mehr Müll, der entsorgt werden musste.

Vor allem wurde ja auch viel aufgeräumt, es fiel viel Sperrmüll an. Das Mehr konnte Birgit Küpers in Zahlen ausdrücken: Allein 24.000 Euro mehr an Deponiegebühren musste die Gemeinde im Vergleich zum Vorjahr zahlen.

Weiter wirkt sich auf die Gebühren aus, dass für Altpapier keine Erlöse mehr zu erzielen waren. In den vergangenen Jahren war Altpapier ein Wertstoff, für den die Kommunen Geld bekamen – jetzt stand am Ende der Rechnung ein Minus von 13.000 Euro. Allein beim Biomüll wird es eine leichte Gebührensenkung geben.

Kosten für eigenen Wertstoffhof fließen noch nicht in Kalkulation ein

Noch fließen keine Kosten in die Gebührenkalkulation ein, die beim Betrieb eines gemeindeeigenen Wertstoffhofes entstehen. Die Gemeinde plant einen Wertstoffhof, aber noch ist nichts in trockenen Tüchern. Deswegen schlug die Kämmerin vor, Kosten, die bei einer Realisierung im Jahr 2021 dafür anfallen könnten, in den Folgejahren auf die Gebührenzahler umzulegen.

Konkret fasste Birgit Küpers die Lage so zusammen: „Nachdem im Vorjahr die Gebührenbelastung vor allem wegen des Wegfalls der Nachhaltigkeitsabgabe für die Deponienachsorge für einen Vier-Personenhaushalt um 24 Euro gesenkt werden konnte, muss sie im Folgejahr um elf Euro angehoben werden, um das Defizit auszugleichen und ein weiteres Defizit zu verhindern.“

Wegen des geringen Papierpreises könne auch die Abfuhr der Papiertonne nicht mehr kostenlos erfolgen wie in diesem Jahr noch.

Die Gebühren im Überblick:

  • Grundgebühr 16,08 Euro (2020: 12,36 Euro)
  • Restmüll: 90- Liter-Tonne 72,36 Euro (67,44), 120 Liter: 96,48 (89,88), 240 Liter 192,96 (179,64) und 1,1-Kubikmeter-Container 958,08 (840).
  • Altpapier: 240 Liter-Tone 3,48 Euro
  • Bioabfall: 120-Liter-Tonne: 44,64 (45,72), 240 Liter: 86,04 Euro (88,32).
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Anne Winter-Weckenbrock

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