SVS hat schon über 12 Millionen Euro in den Glasfaserausbau investiert

mlzGlasfaser in Südlohn

Die SVS-Versorgungsbetriebe legen die Leitungen, die schnellen Internetzugang möglich machen. In der Ratssitzung gab es einen Überblick über die Glasfaserversorgung im Gemeindegebiet.

Südlohn

, 26.03.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie weit ist der lokale Versorger SVS vorangekommen, wenn es um den Glasfaserausbau geht? Diese Frage beantworteten SVS-Geschäftsführer Thomas Spieß, Josef Böing und Hendrik Südhoff von der SVS in der jüngsten Ratssitzung. Vorab umschrieb Thomas Spieß die Stellung der SVS genau: „Wir sind der Netzersteller.“ Das heißt, die SVS legen die Leitungen, Provider sind andere.

Die SVS haben seit dem Jahr 2010 insgesamt 12,4 Millionen Euro in den Glasfaserausbau investiert. „Das gehört zur Grundversorgung“, betonte der Geschäftsführer. Ende 2018 waren 5000 Haushalte im Geschäftsgebiet – Stadtlohn, Vreden und Südlohn – mit Glasfaseranschluss-Verträgen versorgt, nannte er eine Zahl.

In der Vogelsiedlung wird es jetzt konkret

Josef Böing und Hendrik Südhoff umrissen, wo in Südlohn und Oeding schon Fortschritte erzielt wurden. „Es ist erklärter Wille, auch in den Gebieten, in denen die Telekom FTTC vorhält, Glasfaser auszubauen“, blickte der Geschäftsführer voraus. Ob das in Konkurrenz zur Telekom geschehe, fragte das grüne Ratsmitglied Josef Schleif. „Die Leute nehmen oft lieber Glasfaser“, sagte Josef Böing. Bei FTTC sei die Leistung nur hoch, wenn eine Nähe zum Verteilerschrank vorliege. Als nächstes könnten die Hausanschlüsse in der Vogelsiedlung gelegt werden, lenkte Josef Böing den Blick auf die lokalen Projekte. Er ging auch noch einmal auf das strittige Thema ein, dass zwar zur Hans-Christian-Andersen-Schule und zum Klärwerk Leitungen gelegt, aber nicht direkt die Privathaushalte angeschlossen würden. „Aber so kriegt man keinen guten Arbeitsverlauf hin. Es ist besser, erst eine Nachfragebündelung zu machen. Das ist von außen sicher nicht so zu sehen“, betonte der SVS-Mitarbeiter.

Noch „weiße Flecken“ im Außenbereich

Anhand von Karten bekamen die Ratsmitglieder und Zuschauer der Sitzung zu sehen, wo Glasfaseranschlüsse gelegt wurden und wo nicht. In einer Oedinger Bauerschaft, wo es die Möglichkeit gibt, waren einige Haushalte dennoch ohne Anschluss, was für einiges Staunen sorgte. „Einige wünschen es eben einfach nicht. Man hört immer eher von denen, die einen Anschluss wollen“, sagte Josef Böing dazu. Die „weißen Flecken“ im Außenbereich sollen mithilfe von Fördermitteln angeschlossen werden, erinnerte Bürgermeister Christian Vedder an die vereinbarte Vorgehensweise. Jörg Battefeld (UWG) wunderte sich auch über „eher wenige Gewerbeunternehmen mit Anschluss.“ Die Versorgung durch die Telekom sei in Südlohn und Oeding recht gut, erklärte Josef Böing dazu. Man höre oft: „Es läuft bei uns, uns reicht das“, berichtete Thomas Spieß von Gesprächen mit Unternehmern, bei denen die SVS initiativ nachgefragt hatte.

SVS bohrt eventuell einen neuen Brunnen zur Entlastung

Kurz ging es auch noch ums Trinkwasser, mit dem die SVS ihr Geschäftsgebiet versorgt. „Es regnet fleißig, das freut uns alle“, sage Thomas Spieß mit Blick auf den vergangenen trockenen Sommer, als die SVS ihre Kunden aufgerufen hatte, den Rasen nicht zu sprengen. Nun mache die SVS sich Gedanken über die Bohrung eines neuen Entlastungsbrunnens. Aber: Es gehe nicht darum, mehr Wasser fördern, sondern die bestehenden Brunnen zu entlasten. Die SVS verfügten über Förderrechte von 1,5 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr, und dieses zu ändern, wäre ein sehr langwieriger Prozess, antwortete Spieß auf eine Frage von Josef Schleif (Grüne).

Thomas Spieß machte auf Schleifs Frage nach den Nitrat-Werten den Landwirten ein Kompliment, die im Schutzgebiet rund um das Wasserwerk am Kalkloch in Hundewick ihren Betrieb haben und mit denen die SVS Verträge abgeschlossen haben: „Wir liegen unter der Grenze, die wir und selbst auferlegt haben.“

Die SVS-Versorgungsbetriebe

  • Die SVS-Versorgungsbetriebe hat als Gesellschaft, in die sowohl die früheren Stadtwerke als auch der Wasserbeschaffungsverband sowie die Gasversorgungsanlagen der VEW in Stadtlohn, Vreden und Südlohn eingebracht wurden, hat seit dem 1. Januar 1996 die Versorgung der Bürger in den drei genannten Orten mit Wasser und Gas übernommen.
  • Zu Jahresbeginn 2004 haben die SVS Versorgungsbetriebe durch Kauf die Stromversorgungsanlagenin Stadtlohn, Vreden und Südlohn von der RWE übernommen. Somit ist die SVS nun für die Wasser-, Gas- und Stromversorgung in den drei Orten zuständig.
  • Die SVS Versorgungswerke haben vier Gesellschafter: Die Städte Stadtlohn und Vreden, die Gemeinde Südlohn und das Unternehmen Innogy SE.
  • Die SVS arbeitet zusammen mit der Deutschen Glasfaser asu Borken, der Vredener Firma Epcan, der Stadtlohner Firma Telkodata und Ndix aus Enschede
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