Teilabbruch statt Sanierung

Schwesternhaus

Die Bagger haben ihr Werk verrichtet: Das 1925 erbaute Schwesternhaus ist dem Erdboden gleichgemacht - bis auf die vordere Fassade. Doch: Auf das ursprüngliche, denkmalgeschützte Erscheinungsbild werden die Oedinger auch künftig nicht verzichten müssen.

OEDING

, 29.06.2016, 15:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Statt der ursprünglich geplanten Sanierung erfolgte am Schwesternhaus nun doch ein Teilabbruch. Die denkmalgeschützte Fassade wird dabei originalgetreu nachempfunden.

Statt der ursprünglich geplanten Sanierung erfolgte am Schwesternhaus nun doch ein Teilabbruch. Die denkmalgeschützte Fassade wird dabei originalgetreu nachempfunden.

Ein Rückblick: Ursprünglich sah die Planung für ein modernes Bürogebäude mit Gästewohnung der Laktopol Holding GmbH, die ihren heutigen Standort mit Bezug der Räumlichkeiten von Burlo nach Oeding verlegen wird, die Kernsanierung des Schwesternhauses vor - einschließlich der Fassade zur Winterswyker Straße hin (Reinigung und Verfugung). Eine Investition von rund einer Million Euro. Entschieden hat sich Geschäftsführer Peter Emming schließlich doch für einen "kompletten Neubau hinter denkmalgeschützter Fassade".

Ziegel im "Reichsformat"

"Das Gebäude wird nachher genauso aussehen wie vorher. Es wurden Verblender im sogenannten ‚Reichsformat' gebrannt, die dem Original nachempfunden wurden", erklärt Emming. Der ursprüngliche Bauantrag vom 25. April wurde am 8. Juni neu verfasst. Die Erlaubnis wurde am 14. Juni durch die Gemeinde Südlohn (Untere Denkmalbehörde) im Benehmen mit dem LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur Westfalen erteilt. Die Bagger rollten in der laufenden Woche an.

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Nach Abschluss der Teilabbrucharbeiten wird nun umgehend die Ausschachtung des Kellers in Angriff genommen. "Dann gehen wir direkt den Neubau an", plant der Investor eine rasche Umsetzung seines Bauvorhabens.

Und: Bei aller Sicherstellung moderner Arbeits- und Kommunikationsprozesse in der künftigen Firmenzentrale - die Oedinger werden sich schon bald wieder über den traditionellen äußeren Anblick des Schwesternhauses freuen dürfen. Sogar nachts: Die Fassade wird nach Eintritt der Dunkelheit angestrahlt werden. "Ein besonderer Blickfang", ist sich Emming - selbst Oedinger sicher.

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