Toter Winkel für Kehrwagen

An der Schultenallee

Für Peter Wolters ist es eine Frage des richtigen Winkels. Aus Sicht des Oedingers stimmt er nämlich nicht bei den nagelneuen Bauminseln, die derzeit in seiner Nachbarschaft auf der Schultenallee entstehen.

OEDING

, 28.04.2016, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Sehen Sie mal, da ist doch vorprogrammiert, dass sich der Schmutz in der Ecke sammelt und die Rinne verstopft", weist er vor Ort auf das hin, was er für einen Planungsfehler hält. Aber für einen, der sich noch korrigieren lassen könnte, wie er hofft: Wolters hat sich deshalb mit einem Bürgerantrag an die Gemeinde gewandt.

Straßenreinigung klappt nur ungenügend

Er wohnt zwar nicht selbst an der Schultenallee, sondern einen Steinwurf entfernt am Nienkamp. Doch Wolters interessiert sich für das, was im Ort passiert - noch dazu in seinem unmittelbaren Wohngebiet. Er hat seine Erkenntnis zu Papier gebracht: Nach der halbseitigen Umgestaltung der Schultenallee habe sich schon bald gezeigt, dass die Straßenreinigung im Bereich der neuen, in dieser Bauart ausgeführten Bauminseln nur ungenügend erfolgen könne, schreibt Peter Wolters in seinem Bürgerantrag.

Denn weil die Bordsteine an den Bauminseln im Winkel von 90 Grad zueinander stehen, könne der Kehrwagen mit seinen rotierenden Besen nicht in die Ecken kommen. Das ließe sich vermeiden, wenn der Winkel flacher wäre - und mit 45 Grad auf den Bürgersteig an der Schultenallee treffen würde. "Ich denke, dass sich hier mit wenig Aufwand doch noch eine saubere und ansehnliche Schultenallee erstellen ließe", heißt es im Bürgerantrag des Oedingers. Sein Ziel ist es, dass die Gemeinde nun die schon angelegten Bauminseln entsprechend ändern lässt und die noch nicht angelegte von vornherein anders plant.

Im Rathaus Bescheid gesagt

Einen Bürgerantrag stellen, das hatte Peter Wolters zuvor noch nie gemacht. Deswegen wusste er auch nicht, dass es eine Frist gibt, um damit auf die Tagesordnung der Ratssitzung zu kommen. Für die jüngste Sitzung war er zu spät dran, die nächste ist erst im Juni. "Bis dahin ist bestimmt schon alles gelaufen", sagt Wolters.

Doch das muss nicht unbedingt sein. Das unterstreicht Bürgermeister Christian Vedder im Gespräch mit unserer Redaktion. "Ein Antrag aus der Bürgerschaft muss ja nicht in jedem Fall zwingend vom Rat behandelt werden, damit die Verwaltung darauf reagiert. Einer sachlich sinnvollen Lösung verschließen wir uns nie." Deshalb liege der Ball in Sachen Bürgerantrag Schultenallee jetzt bei den Fachleuten im Bauamt. "Sie werden sich die Sache ansehen und überlegen, ob der Vorschlag Sinn macht", erklärt Vedder. Wichtig sei es, auch das ganze zu sehen - und die Bauminseln in der Schultenallee hätten dabei eine wichtige Funktion: Sie sollen das Durchfahrtstempo drosseln.

Neues Telefonkabel wird verlegt

Die Arbeiten an der westlichen Straßenseite brauchen auch noch etwas Zeit. Denn weil sich die Wurzeln der gefällten Bäume eine zu intensive Beziehung mit dem dort liegenden Kabel der Telekom eingegangen sind, verlegt das Unternehmen erst einmal ein neues. Denn sonst stünden die Anwohner schlagartig ohne Telefonverbindung da, wenn die Stümpfe mitsamt dem darin verwickelten Kabel gezogen würden.

 

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