Übermittags-Betreuung in der Roncalli-Hauptschule kommt an

SÜDLOHN Seit drei Monaten können Schüler der Roncalli-Hauptschule in der Schule essen, Hausaufgaben machen und weitere Angebote wahrnehmen. Den Mädchen und Jungen gefällts

19.03.2009, 19:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Südlohn Tief sitzt Christina am großen Esstisch über ihre Hausaufgaben gebeugt. Die Uhr an der Wand zeigt 14.30 Uhr. Trotzdem ist die Roncalli-Schülerin noch nicht zu Hause. Gemeinsam mit 17 weiteren Mädchen und Jungen besucht die Zwölfjährige das vor drei Monaten gestartete "13+"-Programm. "Die Zahl der Kinder ist sehr gut für den Anfang", zeigt sich Schulleiterin Doris Bennemann zufrieden. "Ich bin von Anfang an dabei", erzählt Christina. Und vergisst nicht zu erwähnen: "Wir verstehen uns gut. Wenn ich Hilfe brauche, kommt sofort jemand." Von 13.15 bis 15.45 Uhr sind Bernadette Fielstette und Brigitte Krüchting für die Kinder da. "Im Grundschulbereich gibt es die offenen Ganztagsschulen. Es wäre auf Dauer beispielsweise für berufstätige Eltern unlogisch, die Nachmittagsbetreuung nicht in der weiterführenden Schule fortzuführen", begründet Peter Schwack das Engagement des Caritasverbands für die Dekanate Ahaus-Vreden. Nicht nur bei den Hausaufgaben helfen die pädagogischen Mitarbeiter den Fünft- bis Siebtklässlern. Auch spezielle Angebote, die sich nach der Jahreszeit und den Interessen der Kinder richten, sieht das vom Caritasverband getragene Programm vor - wie die Bücherwerkstatt mit Schulsozialarbeiterin Marie-Luise Musiol. "Das war ein Wunsch, der von den Kindern selber kam", weiß Fielstette. Gesellschaftsspiele, Kickern oder Fußballspielen stehen ebenfalls auf dem Programm. Auch Zeit, sich einfach einmal auszuruhen, ist da. Dazu laden die neuen gemütlichen Sitzkissen ein. Überhaupt haben die zwei von den Kindern genutzten Zimmer - bis auf die Tafeln - nichts mehr mit herkömmlichen Klassenräumen gemein. Neue Möbel verschönern die Räume, Steckbriefe geben Auskunft über Hobbys, Stars lächeln von den Postern an den Wänden.Bevor die Kinder in den Nachmittag starten, essen alle gemeinsam. Es duftet nach Rindergulasch. Dazu gibts Mini-Knödel und als Nachtisch Quark mit Erdbeeren. Michelle (11) holt sich wie die meisten einen Nachschlag. 2,85 Euro müssen die Eltern für das Mittagessen zahlen. Ansonsten entstehen ihnen keine Kosten. Nur beim Eintopf zögern die Kinder, weiß Hauswirtschaftskraft Peggy Liebnitz-Kniß: "Das ist genau wie Zuhause." Im nächsten Sommer wollen Gemeinde und Caritasverband Resümee ziehen. Doris Bennemann ist zuversichtlich, dass die Nachmittagsbetreuung an der Schule Zukunft hat: "Ich glaube, das wird immer mehr." Sicher ist dann auch Christina noch mit von der Partie.kh

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