Die Südlohner Gemeindeverwaltung musste Spielgeräte auf dem Schulhof der St.-Vitus-Grundschule mit einem Zaun absperren. Ein Prüfer hatte die Sicherheit bemängelt.

Südlohn

, 06.09.2018, 17:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Bauzaun versperrt den Kindern der St.-Vitus-Grundschule seit ein paar Tagen den Weg zu ihren Spielgeräten auf dem Schulhof. Ein Prüfer war routinemäßig vor Ort und hat die Sicherheit der Geräte bemängelt. „Bevor etwas passiert, haben wir die Geräte lieber abgesperrt“, sagt Bürgermeister Christian Vedder am Donnerstagmorgen auf Anfrage unserer Redaktion.

Details kann er da noch nicht nennen. Nein, unmittelbare Gefahr habe nicht bestanden. „Aber als erste Maßnahmen schien es uns ganz einfach sicherer, die Geräte abzusperren“, sagt er. Ein Gerät wurde sogar komplett abgebaut.

Zwischen Bauzaun und Containerklassen wird es auf dem Schulhof der St.-Vitus-Grundschule jetzt noch enger. Dennoch: Die Sicherheit geht vor, Schüler und Lehrer werden sich mit der neuen Situation arrangieren müssen.

Zwischen Bauzaun und Containerklassen wird es auf dem Schulhof der St.-Vitus-Grundschule jetzt noch enger. Dennoch: Die Sicherheit geht vor, Schüler und Lehrer werden sich mit der neuen Situation arrangieren müssen. © Bernd Schlusemann

Natürlich wolle man den Kindern nicht noch mehr Platz wegnehmen. Durch den Teilneubau der Schule und die Unterbringung in Übergangsklassen seien die ja ohnehin schon eingeschränkt genug. „Dennoch steht Sicherheit für uns ohne Diskussion an erster Stelle“, erklärt Christian Vedder weiter.

Politik wird über neuen Spielplatz sprechen müssen

Bauamtsleiter Dirk Vahlmann habe sich vor Ort zusammen mit dem Fachprüfer ein Bild der Lage gemacht. „So, wie es aussieht, müssen wir da wohl noch einmal grundlegend dran“, erklärt Bürgermeister Christian Vedder.

Eine entsprechende Vorlage für den Bauausschuss werde gerade vorbereitet. Die nächste Sitzung des Gremiums ist am 26. September. Dort soll dann auch der Prüfer vom TÜV den Politikern Rede und Antwort stehen. Für Christian Vedder ist der Plan schon relativ klar: „Wir werden das Geld wohl in den kommenden Haushalt einplanen müssen. Dann müssen wir wohl über einen neuen Spielplatz reden“, sagt der Bürgermeister. Provisorische Lösungen hält er nicht für sonderlich sinnvoll.

Auf dem Spielplatz Vitus-Grundschule wurden Spielgeräte gesperrt.

Auf dem Spielplatz Vitus-Grundschule wurden Spielgeräte gesperrt. © Bernd Schlusemann

Ich muss mir aber auch erst selbst noch ein Bild von der Lage verschaffen“, so Vedder weiter. Über Investitionshöhen oder einen Zeitplan will er noch nicht reden. Da müsse eben auch der Bauausschuss erst ein Wort mitsprechen.

Friederike Voß, Schulleiterin der St.-Vitus-Grundschule.

Friederike Voß, Schulleiterin der St.-Vitus-Grundschule.

Friederike Voß, Schulleiterin der St.-Vitus-Grundschule, hofft derweil auf eine schnelle Lösung. Durch die Containerklassen ist der Schulhof extrem beengt. „Und jetzt durch die Sperrung entsteht auch noch eine zusätzliche Engstelle“, sagt sie.

„Die Geräte sind alt. Wenn mich nicht alles täuscht, wurden sie 1997 aufgestellt“, sagt sie am Donnerstagmittag. Sie wurden auch immer wieder repariert und instand gehalten. „Wir haben auch zwischendurch Hinweise gegeben, wenn etwas kaputt war“, sagt sie. Dass in dieser Woche die Absperrungen aufgestellt werden mussten, hat sie dennoch überrascht. Das gibt sie zu: „Wir dachten nicht, dass es so schlimm ist.“

Aufsichten müssen besonders aufpassen

Immerhin: Die Rutsche und eine Reckstange konnten in der Zwischenzeit schon wieder freigegeben werden – auch weil zusätzlicher Mulch aufgeschüttet wurde. Zumindest ein kleiner Trost für Schulleiterin, Kollegium und Südlohner Grundschüler. Dennoch bleibt der Schulleiterin im Moment nichts anderes als Schicksalsergebenheit: „Wir müssen eben damit umgehen“, sagt sie.

Einige Spielgeräte auf dem Spielplatz der St.-Vitus-Grundschule sind durch einen Bauzaun abgesperrt.

Einige Spielgeräte auf dem Spielplatz der St.-Vitus-Grundschule sind durch einen Bauzaun abgesperrt. © Bernd Schlusemann

Die Lehrer hätten sich schon in den Sommerferien im Rahmen der Konferenzen mit der Situation auf dem Schulhof beschäftigt. „Klar, dass die Aufsichten jetzt besonders aufmerksam in den Pausen sind – gerade bei den Engstellen“, erklärt sie. Klar sei auch, dass das Thema in den Klassen angesprochen werde – um die Kinder entsprechend für die Situation zu sensibilisieren. Auch für sie ist klar: „Die Absperrung ist ja nicht zum Spaß da. Es geht um die Sicherheit.“

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